Krankentagegeld Ärger | Hilfe durch Anwalt, ggf. Klage

Es gibt viele Gründe, warum das Krankentagegeld nicht wie erwartet gezahlt wird. Manche mögen rechtlich korrekt sein, manchmal sind einfach Fehler in der Sachbearbeitung dafür verantwortlich, und mitunter hat man das Gefühl, die Krankenversicherung will sich mit fadenscheinigen Argumenten aus der Zahlungspflicht befreien. – Da sollte man nicht klein beigeben, sondern die Sache von unabhängigen Dritten prüfen lassen!

Unsere Experten unterstützen Sie bei Ärger mit dem Krankengeld / der Krankentagegeldversicherung der PKV. Erfahrene Fachanwälte für Versicherungsrecht mit Spezialisierung auf Berufsunfähigkeits- und Krankenversicherung kümmern sich darum, Ihre Ansprüche zu vertreten und durchzusetzen.

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Fachexperte Jens Hoffmann |
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Inhaltsverzeichnis

Ärger mit Krankentagegeldversicherung? – Wir unterstützen Sie bei Problemen mit dem Krankentagegeld

Mit einer Krankentagegeldversicherung sichern sich Selbstständige, Freiberufler und privatversicherte Angestellte gegen den Einkommensverlust bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ab. Das hat einen guten Grund. Wenn der Selbstständige seiner Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann, verdient er kein Geld mehr. Laufende Kosten hat er aber trotzdem, sowohl privat als auch geschäftlich. Dafür soll das Krankengeld dienen bzw. die Krankentagegeldversicherung leisten.

Beim Abschluss der Versicherung legt der Privatversicherte selbst fest, ab welchem Tag das Tagegeld gezahlt werden soll. Auch bei der Höhe des Tagessatzes kann er eigene Vorstellungen geltend machen. Am Ende ist das eine Frage des Beitrages, denn je früher das Tagegeld bei Krankheit gezahlt wird und je höher der Tagessatz ausfällt, umso größer ist auch der Beitrag.

Besonders Selbstständige können den Bezug der Leistung gar nicht früh genug ansetzen, sie erhalten schließlich keine Lohnfortzahlung für 42 Tage durch den Arbeitgeber. Der Abschluss dieser Versicherung ist also schon sinnvoll.

Doch warum kommt es immer wieder zu Problemen mit dem Krankentagegeld der PKV und warum sollte ein Anwalt für Ihr Krankengeld streiten, wenn es Ärger mit der Versicherung gibt?

Versicherungsärger: Probleme mit dem Krankentagegeld | Soll ein Anwalt Klage gegen die PKV einreichen? (© zitze / Fotolia)
Versicherungsärger: Probleme mit dem Krankentagegeld | Soll ein Anwalt Klage gegen die PKV einreichen? (© zitze / Fotolia)

Streit mit der Versicherung: Kein Krankentagegeld!

Um das Krankentagegeld zu erhalten, genügt es zunächst, die AU-Bescheinigung an die Krankenversicherung zu senden. Viele Versicherer versenden im Anschluss die Unterlagen für den Leistungsantrag an den Versicherten. Dieser Leistungsantrag für das Krankengeld enthält nähere Erläuterungen zur Diagnose und zum Therapieplan. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Einkommensnachweis. In der Privaten Krankenversicherung gibt es ein sogenanntes Bereicherungsverbot. Dieses drückt aus, dass der Versicherte durch den Bezug einer Lohnersatzleistung nicht bessergestellt ist als bei seinem regulären Einkommen.

Dieser Punkt ist verständlich, aber auch schwierig. Die Höhe des Gewinns weist der Selbstständige durch seinen Einkommensteuerbescheid nach. Geprüft werden die letzten zwei Jahre vor Antragstellung. Doch nicht alle Krankheitsbilder entstehen plötzlich. Der Krankheitsverlauf kann vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Arbeitsunfähigkeit eine lange Dauer haben. Während sich die Krankheit verschlimmert, sinkt die Leistungsfähigkeit und damit das Einkommen. Hat ein Selbstständiger oder Freiberufler während der vergangen zehn Jahre überdurchschnittlich gut verdient und erst in den letzten zwei Jahren Einkommensverluste hinnehmen müssen, fällt ihm dies nun auf die Füße. Zur Bemessung des Tagessatzes seiner Krankentagegeldversicherung wird genau dieser einkommensschwache Zeitraum herangezogen.

Der Versicherer hat darüber hinaus auch Möglichkeiten, bei der Krankentagegeldversicherung die Leistungen vollständig zu verweigern. Ganz oben auf der Skala findet sich die Ablehnung des Krankengelds wegen falscher oder fehlender Angaben zum Gesundheitszustand im Versicherungsantrag (vgl. auch: Nürnberger Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht sowie Generali Berufsunfähigkeits-Versicherung zahlt nicht). Besonders dann, wenn die angeblich verschwiegene Vorerkrankung einen Bezug zur eingereichten Diagnose hat, wird der Vertrag angefochten.

Regelmäßig enden solche Verfahren vor Gericht. Dabei ist das Verhältnis der Parteien ungleich: Auf der einen Seite der Kläger – erkrankt und durch Einkommensverlust in seinen Mitteln begrenzt; auf der anderen Seite die beklagte Versicherung mit scheinbar unerschöpflichen Ressourcen.

Es lohnt sich aber, einen Anwalt aufzusuchen, um mit einer Klage gegen die PKV Krankentagegeld zu erhalten. Vgl.: PKV zahlt Krankentagegeld nicht.

Eigentlich sollte man Krankengeld (Krankentagegeld) von der Krankenversicherung bekommen, wenn man längere Zeit arbeitsunfähig geschrieben ist. Leider gibt es oft Streit über die Leistung und Zahlung. - Wir von der Deutschen Schadenhilfe können Sie mit erfahrenen Experten und Anwälten unterstützen. (© liveostockimages / Fotolia)
Eigentlich sollte man Krankengeld (Krankentagegeld) von der Krankenversicherung bekommen, wenn man längere Zeit arbeitsunfähig geschrieben ist. Leider gibt es oft Streit über die Leistung und Zahlung. – Wir von der Deutschen Schadenhilfe können Sie mit erfahrenen Experten und Anwälten unterstützen. (© liveostockimages / Fotolia)

Krankentagegeldzahlung eingestellt: Sofort zum Anwalt!

Sie müssen bei einem versagten oder gekürzten Krankentagegeld einen Anwalt hinzuziehen. Warum? Der Anspruch auf Leistungen aus dem Versicherungsvertrag entsteht mit dem Eintritt des Versicherungsfalles. Das ist hier die Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall. Diese wurde durch einen Arzt zweifelsfrei bestätigt. Wenn die Versicherung nun die Leistung verweigert oder kürzt, muss sie dem Versicherten zur Begründung ein Fehlverhalten nachweisen. Dies kann der falsch berechnete Tagessatz sein, den der Versicherer nach dem Erhalt des Steuerbescheides korrigiert. Dies kann auch die unterstellte Vorerkrankung sein, die der Antragsteller dem Versicherer einst verschwiegen hat. Woher der Versicherer von der Vorerkrankung weiß? Der Versicherungsnehmer entbindet den Arzt für die Prüfung berechtigter Leistungen von der Schweigepflicht. Viele Ärzte stellen der Versicherung eine Kopie der Krankenakte zur Verfügung. Mit allen Eintragungen und Notizen, die nicht nur die aktuelle Krankheit betreffen. Was der Leistungsprüfer aus diesen Angaben alles herausliest, kann der Versicherungsnehmer nicht beeinflussen. Er trägt jedoch die Konsequenz der Ablehnung. (Vgl. auch: DKV zahlt Krankentagegeld nicht)

Jetzt muss sofort widersprochen werden. Zunächst genügt es, die in der Ablehnung oder Kürzung vorgebrachten Argumente der Versicherung zu widerlegen (vgl. Widerspruch einlegen Versicherung). Hierzu genügt im Falle einer Vorerkrankung eine Selbstauskunft. Doch der existenzbedrohende Verdienstausfall und die Erkrankung versetzen den Betroffenen nicht gerade in die Lage, einen qualifizierten Widerspruch zu verfassen. Die Begründungen gegenüber der Krankentagegeldversicherung wollen gut durchdacht sein. Der Versicherer soll merken, dass hier auch jemand in die Versicherungsbedingungen geschaut hat, um die Krankenversicherung an ihre Pflichten zu erinnern. Deshalb: sofort zum Anwalt. Sie benötigen einen sachverständigen und fokussierten Mitstreiter, der nicht die Last Ihres Schicksals trägt. Außerdem kann es schnell passieren, dass Sie klagen müssen. Hierbei geht  es auch für die Versicherung um viel Geld. Haben Sie von Anfang an einen Rechtsanwalt an Ihrer Seite hat das Verfahren schon Substanz und Struktur, noch bevor Sie vor Gericht ziehen. Vgl. auch: Anwälte Versicherungsrecht BU Köln, Anwalt Berufsunfähigkeitsversicherung Versicherungsrecht München.

Wenn der Widerspruch scheitert: Klage einreichen gegen PKV / Krankenkasse!

Wenn der Widerspruch gescheitert ist, bleibt der Gang vor ein Gericht. Ihr Anwalt wird mit einer Klage gegen die PKV das Krankentagegeld einfordern. Da der Rechtsanwalt bereits durch das Widerspruchsverfahren mit dem Vorgang vertraut ist, kann er auch gut einschätzen, ob die Klage erfolgreich zu führen ist. Ihr Krankengeldanspruch ist durch eine diagnostizierte Krankheit und die Krankschreibung begründet. Ein Vertrag zur Krankengeldzahlung besteht ebenfalls. Wenn Versicherte klagen, geht es in vielen Fällen um das bewusste Verschweigen von Vorerkrankungen. Doch die Zeiträume, für welche die Fragen hier gestellt werden, liegen weit zurück, oftmals vier bis fünf Jahre. Bei der Aufnahme des Antrages kann es auch passieren, dass die Vermittler Gesundheitsfragen herunterspielen. Nur wenn der Versicherungsvertrag zustande kommt, erhält der Vermittler auch eine Provision.

Formulierungen und Klauseln in den Versicherungsbedingungen sind häufig ein Thema. Die Versicherungen haben diese in der Vergangenheit gern zu ihrem Vorteil ausgelegt, besonders wenn es um die Anpassung der Leistung an das Einkommen ging. Doch die Anwälte der klagenden Versicherten haben gründliche Arbeit geleistet, wenn die Versicherungen ihre Regelwerke verbraucherfreundlich korrigieren mussten. So hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine Klausel in den Versicherungsbedingungen für unwirksam erklärt, die es den Versicherungen erlaubte, einseitig das Krankentagegeld zu mindern. Das Landgericht Hildesheim entschied vor einigen Jahren in einem Urteil, dass die Krankenversicherer das Krankentagegeld auch zu zahlen haben, wenn sich der Versicherte in einer Rehabilitationsmaßnahme befindet. Zuvor hatten sie die Leistungen in diesem Fall abgelehnt. Der betroffene Versicherungsnehmer war als Kläger erfolgreich.

Weiterhin wird oft darüber gestritten, ob der Versicherungsnehmer noch krank ist oder bereits eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Ist der Versicherte berufsunfähig und bezieht eine Rente, darf die Krankenversicherung die Zahlung des Tagegeldes einstellen.

Bei solchen Fällen reicht ein Widerspruch oft nicht aus. Sie müssen klagen. Vor einem Gericht kann dann nur der Anwalt für Ihr Krankengeld tätig werden und für die nachträgliche Anerkennung des Krankengeldanspruchs und der Krankengeldzahlung kämpfen.

Krankengeld & Krankentagegeldversicherung: Es geht um die Existenz. – Schnell handeln!

Aussicht auf Erfolg haben Sie nur, wenn für Ihre Forderung nach Krankentagegeld ein Anwalt gegen die Versicherung streitet. Das Versicherungsrecht verzeiht keine Fehler. Ganz besonders bei der Durchsetzung von Ansprüchen. Siehe auch: Krankentagegeldversicherung zahlt nicht mehr.

Ihr Anwalt bringt den erforderlichen Sachverstand und die Erfahrung mit, welche Sie benötigen. Bei Fragen zu Diagnosen beispielsweise müssen Sachverständige medizinische Gutachten erstellen. Ihr Rechtsanwalt kann sie lesen und erkennen, ob diese Ihre Position im Rechtsstreit stärken. Das Problem, ob eine Berufsunfähigkeit in Ihrem Fall ein Leistungsversagen begründet, ist dem Fachanwalt für Versicherungsrecht vertraut. Bei einer notwendigen Klage findet er schnell heraus, zu welchem Urteil ein anderes Gericht bereits gekommen ist und was dies für Ihren Fall bedeutet.

Je schneller Sie den Anwalt beauftragen, umso größer ist die Aussicht auf Erfolg. Sie haben keine Zeit zu verlieren, denn das fehlende Einkommen im Krankheitsfall kann schnell zu einem existenzbedrohenden Zustand führen.

Wir helfen Ihnen gern dabei, den passenden Anwalt für Ihr Verfahren vor Ort zu finden. Im Experten-Netzwerk der Deutschen Schadenshilfe haben wir einige ausgewiesene Profi-Juristen zu diesem Thema.

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Jens Hoffmann
Leiter Sachschaden

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