Kellerabdichtung von innen und außen – Wir haben die Experten!2021-10-18T18:32:21+02:00
  • Kellerabdichtung von innen und außen (© Pavel Smirnov / stock.adobe.com)
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Kellerabdichtung von innen und außen – Wir haben die Experten!

Insbesondere in Altbauten gibt es häufig das Problem, dass die Abdichtungen nicht verlässlich genug sind, um die Wände im Keller vor Feuchtigkeit von außen zu schützen. Der Grund für feuchte Kellerwände ist vor allem die nach oben steigende Feuchtigkeit, welche mittels Kapillarwirkung in das Gemäuer dringt und somit nach oben wandern kann. Weil eine nachträgliche Außenabdichtung allerdings häufig schwer durchführbar ist und natürlich auch hohe Kosten mit sich bringt, bietet es sich an, alternativ dazu eine fachmännische Innenabdichtung der Wände im Keller durchzuführen. Doch ganz egal, für welche Variante Sie sich auch entscheiden – das Wichtigste ist, dass Sie sich an Experten wenden, die ihr Handwerk verstehen.

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Welche Gründe haben feuchte Kellerwände?

Die Ursachen für einen feuchten Keller sind mitunter sehr breitgefächert – hier spielt nicht zuletzt auch das Alter eines Gebäudes eine entscheidende Rolle. So hat man Häuser in den 1950er-Jahren oft auch am Fundament nicht richtig abgedichtet. Teile, die direkt mit dem Erdreich in Kontakt kamen, wurden also feucht – und das ist bei vielen Altbauten noch immer der Fall. Bis in die 1970er-Jahre hinein wurden Kellermauern abgedichtet, jedoch ohne die Bodenplatte, was man erst später standardmäßig durchführte. Es ist allerdings ganz normal, dass Abdichtungen mit der Zeit rissig und weich werden – dann besteht auch die Gefahr, dass Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen kann.

Ein anderer Grund für Feuchtigkeit im Keller ist aber häufig auch ein Rohrbruch – oder das Problem kommt von der Außenseite. Möglich sind beispielsweise ein hoher Grundwasserspiegel (siehe: Keller feucht durch Grundwasser), Wurzeln von Bäumen in der Nähe oder auch eine schlechte Drainage (schlecht abfließendes Wasser). Regnet es häufiger stark in der Region, zeigen sich oftmals ebenfalls schwerwiegende Feuchtigkeitsschäden in Kellerräumen, weil das Grundwasser schnell sehr stark ansteigen kann. Dann kommen die Leitungen nicht mehr hinterher und die Feuchtigkeit gelangt problemlos durch die Kellerwände in das Mauerwerk. Dann heißt es recht schnell: Feuchte Kellerwand sanieren!

Der erste / nächste Schritt ist somit die Trockenlegung des Mauerwerks (siehe Mauerwerk trockenlegen), womit im Zuge dessen auch der Keller abgedichtet werden muss. Ansonsten besteht das Risiko, dass sich die feuchten Bereiche noch vergrößern und es im schlimmsten Fall zu gesundheitsgefährdendem Schimmelbefall kommt.

Wann ist es Zeit, einen Keller von innen abzudichten?

Spürt man allein schon beim bloßen Anfassen, dass die Wände im Keller feucht sind oder haben sich vielleicht sogar schon Risse im Gemäuer gebildet, so ist dies ein deutliches Alarmsignal. Auch Putz, der sich ablöst oder sogar Salzausblühungen an den Wänden (Salpeterausblühungen) zeigen, dass ein Feuchtigkeitsproblem – wenn nicht gar Feuchtigkeitsschaden – besteht. Ein Mitgrund für feuchte Keller sind nicht selten veraltete poröse Feuchtigkeitssperre, die lediglich aus Pappe bestehen und noch immer in vielen Altbauten verlegt sind. Doch auch die Kapillarwirkung bzw. drückendes Wasser sind häufig dafür verantwortlich (vgl. Abdichtung: Drückendes Wasser).

Weil natürlich keinesfalls so lange gewartet werden darf, bis es zum Schimmelbefall kommt, der nicht nur die Gesundheit beeinträchtigt, sondern auch die Bausubstanz schwächen kann, ist es wichtig, möglichst schnell zu handeln (siehe auch Kellersanierung). Dazu kommt, dass auch Möbelstücke und andere Objekte in den Kellerräumen durch die Feuchtigkeit beschädigt werden oder schimmeln können. Daher sollte der Keller unmittelbar ausgeräumt werden, sobald sich dort das Wasser ansammelt oder die Wände feucht sind. Anschließend ist es wichtig, sich an einen Experten zu wenden, damit es nicht zu weiteren Feuchtigkeitsschäden kommt und dieser eine geeignete Maßnahme zur Trockenlegung vorschlägt (vgl. Haustrockenlegung).

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Die Kellerabdichtung von innen – ihre Vor- und Nachteile

Eine Kellerabdichtung von innen zeichnet sich durch viele Vorteile aus und ist deutlich einfacher durchführbar als eine Außenabdichtung. Damit einer Keller von außen abgedichtet werden kann, wird viel Fläche rund um das Haus benötigt. Allein schon deshalb eignet sich die Außenabdichtung nicht für Reihenhäuser, sondern nur für freistehende Gebäude. Weiterhin muss die gesamte Erde rund um das Haus umgegraben werden, was natürlich auch Schäden im Garten hinterlässt. Und: Eine Außenabdichtung ist durch den erhöhten Aufwand deutlich kostenintensiver als eine Abdichtung von innen.

Die Innenabdichtung eines Kellers lässt sich dagegen auch bei Reihenhäusern sowie bei anderen Gebäudearten durchführen. Denn hier finden die Arbeiten ausschließlich im Inneren des Hauses statt und sie verlaufen um ein Vielfaches unkomplizierter als die Abdichtung von außen. Es muss zwar keine Erde ausgehoben werden, allerdings ist es erforderlich, den Keller vollständig auszuräumen. Während des Zeitraums der Abdichtung lässt sich der Keller natürlich nicht nutzen.

Für die Kellerabdichtung gibt es verschiedene Verfahren und Materialien - Horizontalsperre, Vertikalabdichtung, Dickbeschichtungen, Dichtschlämme, Bitumen u.v.a.m. - was in welchem Fall am besten geeignet ist, kann nur ein erfahrener Experte einschätzen (© Pavel Smirnov / stock.adobe.com)

Für die Kellerabdichtung gibt es verschiedene Verfahren und Materialien – Horizontalsperre, Vertikalabdichtung, Dickbeschichtungen, Dichtschlämme, Bitumen u.v.a.m. – was in welchem Fall am besten geeignet ist, kann nur ein erfahrener Experte einschätzen (© Pavel Smirnov / stock.adobe.com)

Die Kellerabdichtung von außen – so wird sie durchgeführt

Dringt Feuchtigkeit von außen her seitlich in die Kellerrume ein, dann ist eine Außenabdichtung sicherlich eine Überlegung wert – wenngleich sie mit einem enormen Aufwand verbunden ist (vgl. auch: Keller unter Wasser). Zunächst muss rund um das Gebäude mit einem Bagger oder auch manuell mit einer Schaufel Erde ausgehoben werden. Auf diesem Wege wird das Mauerwerk freigelegt, damit es im Anschluss gereinigt und entsprechend repariert werden kann. Nun trägt man eine Grundierung auf, auf die wiederum eine spezielle Bitumendickbeschichtung folgt. Dazwischen befindet sich allerdings noch eine Zwischenlage aus Gewebe. Letzten Endes ist die Abdichtung etwa 5 mm dick und komplett wasserabweisend. Sobald alles vollständig durchgetrocknet ist, werden letztlich noch Platten zur Wärmedämmung montiert, welche zum Schutz der Bitumenschicht dienen, sobald die Erde wieder in den Graben eingefüllt wird. Gleichzeitig optimieren diese Platten den Wärmedämmwert des Gebäudes und können sogar die Heizkosten reduzieren.

Die Abdichtung der Kellerwände mit Dichtungsschlamm – wie es funktioniert

Es gibt eine spezielle Methode der Innenabdichtung von Kellerwänden, bei der das Gemäuer als Erstes an der Innenseite mit Hilfe eines Sandstrahlers gereinigt wird. So lässt sich auch Schimmel effizient entfernen (s.a. Schwarzschimmel beseitigen). Auf die gesäuberten Wände wird nun in zwei Schichten wasserdichter Putz aufgetragen, welcher aus einer Mischung aus Kunststoff und Zement besteht. Er lässt sich entweder aufspachteln, auftragen oder auch aufspritzen.

Wer es sich als Hobby-Heimwerker zutraut, kann diese Arbeiten durchaus auch selbst durchführen, allerdings sollte man sich sicher sein, keine Fehler zu machen. Im Zweifelsfall ist es immer besser, sich an Experten zu wenden, welche die Maßnahmen korrekt durchführen. In jedem Fall bietet diese Maßnahme zahlreiche Vorteile, allerdings bietet sie keinen Schutz vor von außen eindringender Feuchtigkeit. Diese kann noch immer von der Außenseite her für feuchte Kellerwände sorgen – das sollte nicht vergessen werden. Berücksichtigt werden muss jedoch auch, dass die Abdichtung mit Dichtungsschlamm nicht für alle Baustoffe geeignet ist. In Gebäuden mit Gasbeton lässt sich die Abdichtung mit Dichtungsschlämmen nicht durchführen.

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Die drei wichtigsten Methoden zur nachträglichen Abdichtung von Kellern

Drückendes Wasser oder aufsteigende Feuchtigkeit sind häufige Gründe für einen feuchten Keller (vgl. Feuchtigkeit im Keller). In den genannten Fällen kann eine Innenabdichtung dieses Problem allerdings nicht beseitigen. Dann kommt nur eine Außenabdichtung in Frage.

Die folgenden drei Methoden eignen sich dafür besonders gut:

  • Mechanische horizontale Sperre, beispielsweise per Injektionsverfahren
  • Die Abdichtung von außen mittels Vertikalsperre und Drainage
  • Die horizontale Abdichtung der Bodenplatte, sofern der Estrich und der Boden feucht sind

Ein guter Tipp: Bei der Durchführung dieser Maßnahmen können Altbauten auch gleich nachträglich neu gedämmt werden. Eine neue Dämmung bietet der Abdichtung einen weiteren Schutz, zudem vermeiden die Dämmplatten, dass Baumwurzeln oder Gestein die Beschichtung zerstören und zu Lecks führen könnten.

Wasserschaden im Keller | Kellerabdichtung von außen und/oder innen?! (© cunaplus / stock.adobe.com)

Wasserschaden im Keller | Kellerabdichtung von außen und/oder innen?! (© cunaplus / stock.adobe.com)

Die Kosten für eine Abdichtung des Kellers

Wenn Kellerwände feucht sind, dann muss zunächst mit Kosten für eine genaue Analyse des Mauerwerks, bzw. für eine Feuchtigkeitsmessung, gerechnet werden. Ein Sachverständiger verrichtet seine Arbeit natürlich nicht kostenlos, sondern verlangt ein Honorar für seine Dienste. Anschließend folgt die professionelle Trockenlegung des Mauerwerks (siehe Mauerwerkstrockenlegung Verfahren und Kosten). Abhängig davon, wie viel Aufwand für die Maßnahmen erforderlich sind, berechnen sich auch die Preise für die Kellerabdichtung sehr unterschiedlich.

Generell gilt, dass eine Außenabdichtung von Kellerräumen mit Dämmplatten und Bitumendickschichten immer die höchsten Kosten mit sich bringt. Das Ausheben des Grabens rund um das Gebäude ist am teuersten, allerdings lassen sich diese Arbeiten ggf. auch selbst durchführen. Die Kosten für einen Erdaushub von einem Profi betragen in der Regel zwischen 300 und 500 Euro pro Meter – bei komplizierten Bodenverhältnissen kann der Preis allerdings auch höher ausfallen.

Hinzu kommen weitere Ausgaben für die tatsächliche Abdichtung. Komplett betragen die Kosten für eine Außenabdichtung des Kellers meist zwischen 700 und 1.000 Euro pro Meter. Für eine Innenabdichtung mit Dichtungsschlamm sollten ab etwa 100 Euro pro Meter einkalkuliert werden, was natürlich auch hier vom Aufwand abhängt.

Alternative Abdichtungsmethoden zur horizontalen Sperre sind in der Regel etwas preiswerter, da sie sich mechanisch ausführen lassen. Jedoch lassen sich nicht alle Methoden in allen Fällen anwenden und machen so auch nicht immer Sinn. So gibt es zum Beispiel das sogenannte Mauersägeverfahren, welches je Quadratmeter Mauerschnittfläche zwischen 150 und 200 Euro kostet. Das Ramm-Riffelblech-Verfahren liegt bei etwa 80 Euro pro Meter, während das Mauertauschverfahren etwa 250 bis 300 Euro pro Meter kostet.

Die genannten Beträge sind allerdings nur grobe Werte, die zur Orientierung dienen sollen. Die tatsächlichen Kosten hängen stets vom individuellen Fall, aber auch von den generellen Preisen des Fachbetriebs ab. Hier lohnt sich unter Umständen ein Vergleich verschiedener Betriebe, wenngleich es das Wichtigste ist, dass die Arbeiten fachmännisch und korrekt durchgeführt werden. Allgemein lässt sich erst nach einer fundierten Schadensanalyse eine genaue Aussage über die anfallenden Kosten treffen. Denn wenn es sich um einen größeren Schaden handelt, so kann es sogar sein, dass mehrere Verfahren kombiniert werden müssen, damit das Problem langfristig behoben wird.

Im besten Fall wird bereits beim Rohbau auf die richtige Kellerabdichtung geachtet - von innen wie außen. Zum Einsatz kommen Horizontalsperren, Vertikalsperren, Dichttschlämme und Dickbeschichtungen aus Bitumen an der Kelleraußenwand, Noppenbahnen und weitere Elemente der Bauwerksabdichtung (© BG / stock.adobe.com)

Im besten Fall wird bereits beim Rohbau auf die richtige Kellerabdichtung geachtet – von innen wie außen. Zum Einsatz kommen Horizontalsperren, Vertikalsperren, Dichttschlämme und Dickbeschichtungen aus Bitumen an der Kelleraußenwand, Noppenbahnen und weitere Elemente der Bauwerksabdichtung (© BG / stock.adobe.com)

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