Feuchtigkeitsmessung nach Wasserschaden in Wohnung2021-09-10T20:15:55+02:00
  • Feuchtemessung Wand | Gerät zur Feuchtigkeitsmessung (© U. J. Alexander / stock.adobe.com)
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Feuchtigkeitsmessung (Feuchtemessung) nach Wasserschaden in Wohnung

Spätestens, wenn sich unschöne Wasserflecken an den Wänden breitmachen oder sich sogar schon der feuchte Putz abzulösen beginnt, sollte jedem klar sein, dass ein Wasserschaden vorliegt. Oft entstehen diese schleichend, was besonders gravierende Folgen haben kann. Denn gerade unsichtbare Wasserschäden entstehen nicht selten über mehrere Jahre hinweg und können im schlimmsten Fall bereits einen beachtlichen Teil der Bausubstanz beschädigt haben.

Doch nicht nur veraltete Wasserleitungen führen zu solchen Schäden, sondern auch defekte wasserführende Haushaltsgeräte wie Spül- oder Waschmaschinen oder natürlich Hochwasser. Wichtig ist, dass in betroffenen Bereichen schnellstens gehandelt wird, so dass das Wasser sich nicht noch weiter ungehindert ausbreiten kann. Werden umgehend entsprechende Trocknungsmaßnahmen eingeleitet, lässt sich ein solcher Schaden oft gut begrenzen. Ebenfalls wichtig ist es aber, die zuständige Versicherung so bald wie möglich zu informieren.

Gut zu wissen: Die Deutsche Schadenshilfe ist nach einem Wasserschaden für Sie da! – Wir haben ein Experten-Netzwerk aus Sachverständigen, Anwälten und Sanierungsdienstleistern, aus dem wir Ihnen gern die passenden Ansprechpartner vermitteln. Mit einer Firma zur Feuchtigkeitsmessung allein ist es nicht getan – Sie brauchen ein Konzept zur Sanierung mitsamt Kostenplan, müssen den Wasserschaden gegenüber den zuständigen Versicherungen klären und brauchen letztlich kompetente Handwerker und Sanierungsdienstleister. – In all diesen Bereichen können wir Sie unterstützen. – Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

Welche Versicherung zahlt bei einem Wasserschaden / Feuchteschaden?

Grundsätzlich stellt sich zunächst die Frage, wie ein Wasserschaden aus versicherungsrechtlicher Sicht definiert wird. Hierbei gilt allgemein: Wasserschäden liegen dann vor, wenn es unvorhergesehen und „bestimmungswidrig“ zum Austritt von Leitungswasser innerhalb eines Gebäudes kommt. Siehe auch: bestimmungswidrig austretendes Wasser, Leitungswasserschaden Definition und Rohrbruch Definition von Versicherungen

Überschwemmungen durch Naturgewalten wie Starkregen zählen dagegen zu den Elementarschäden und werden von der Wohngebäudeversicherung oder der Hausratversicherung, zu der auch jeweils die Elementarschadenversicherung als optionale Zusatzpolice gehört, übernommen. Ohne diesen Zusatz ist Hochwasser in der Regel nicht über die Basisleistungen abgesichert.

Als ein Wasserschaden für Versicherte gilt aber auch ein Leck am Heizungsrohr, eine defekte Waschmaschine oder eben ein Rohrbruch. Auch, wenn der Geschirrspüler ausläuft und die Küche überschwemmt, wird dies als Wasserschaden bezeichnet.

Über die Hausratversicherung sind Beschädigungen an beweglichen Objekten – wie Möbeln, elektronischen Geräten und weiterem Hausrat – abgedeckt. Hierbei spielt es allerdings eine entscheidende Rolle, dass es sich auch tatsächlich um ausgetretenes Leitungswasser handelt. Schäden, welche durch überschwemmte Flüsse oder einen angestiegenen Grundwasserspiegel entstanden sind, werden in der Regel nicht von der Hausratversicherung getragen.

Die Gebäudeversicherung ist dagegen für alle unbeweglichen Objekte verantwortlich, wie für das Haus selbst mitsamt seinem Grundstück sowie für Garagen und Carports. Wurde die Bausubstanz durch einen Wasserschaden nachhaltig beschädigt, so ist diese Versicherung darüber zu informieren.

Und auch die private Haftpflichtversicherung muss in einigen Fällen eingeschaltet werden – nämlich u.U. dann, wenn fremdes Leitungswasser den Schaden verursacht hat.

Was tun, wenn es zu einem Wasserschaden kommt? – Leckageortung, Feuchtemessung, Trocknung

Der erste Schritt ist stets, den Grund für den Wasserschaden zu finden (Leckage Ortung, vgl. auch Wasserleckortung Kosten) und diesen zu stoppen. Sofern Leitungswasser aus einer Leckage austritt, muss entsprechend der Hauptbahn im Haus zugedreht werden. Auch defekte wasserführende Haushaltsgeräte oder Heizungsanlagen sollten abgeschaltet werden. Bei Starkregen oder einem Anstieg des Grundwassers empfiehlt es sich, eine wasserdichte Sperre zu installieren, die einen weiteren Anstieg im Haus verhindert (vgl. Abdichtung gegen drückendes Wasser). Auch die Stromzufuhr sollte möglichst unterbrochen werden. Sind bereits Möbel betroffen, stellen Sie diese so weit wie möglich nach oben, um sie vor dem Wasser zu schützen.

Wichtig ist, die Versicherung so schnell wie möglich über den Schaden zu benachrichtigen und vom Schadensort detaillierte Fotos anzufertigen. So kann der Versicherer den Schaden nachvollziehen und entsprechend leisten. Wenn für eine schriftliche Benachrichtigung des Schadens keine Zeit bleibt, sollte der Versicherer zumindest noch am gleichen Tag telefonisch benachrichtigt werden. Eine schriftliche Meldung kann dann nachträglich in den folgenden Tagen noch verschickt werden.

Feuchtigkeitsmessung Wand: Gerät zur Feuchtemessung (© Fokussiert / stock.adobe.com)

Feuchtigkeitsmessung Wand: Gerät zur Feuchtemessung (© Fokussiert / stock.adobe.com)

Bei einer gravierenden Überschwemmung – wie zum Beispiel im Keller (vgl. Keller unter Wasser) – kommt normalerweise die Feuerwehr mit Pumpen, um das Wasser abzuschöpfen. Handelt es sich dabei um eine Mietwohnung, so muss darüber hinaus geklärt werden, welche Partei die Kosten hierfür übernimmt. Dasselbe gilt allerdings auch für Klempner sowie für Fachbetriebe zur Feuchtigkeitsmessung und für die Energie- / Stromkosten der Trocknungsgeräte (vgl. Rückerstattung Stromkosten durch Trocknungsgerät). Grundsätzlich macht es immer sinn, sich präventiv vor einem Wasserschaden zu schützen – insbesondere in einem bekannten Hochwassergebiet.

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Die professionelle Feuchtigkeitsmessung: Wege / Verfahren, Geräte

Ist es zu einem Wasserschaden gekommen, so ist eine messtechnische Bewertung dessen unumgänglich – und zwar in allen betroffenen Räumen. Eine solche Feuchtigkeitsmessung kann auch dann erfolgen, wenn lediglich ein Verdacht auf einen Wasserschaden besteht. Ist eine defekte Wasserleitung beispielsweise hinter Fliesen versteckt, so kann mit dem bloßen Auge kaum erkannt werden, wo das Wasser genau austritt.

Mit Hilfe eines kapazitiven Feuchtemessgeräts lässt sich das Leck auch durch das Mauerwerk hindurch ohne jegliche Zerstörung finden (siehe den Artikel zu Lecksuche). Dies heißt wiederum auch, dass Fliesen erst nach der Messung zerschlagen werden müssen, um an das Leck zu gelangen.

Ausgestattet sind solche Messgeräte mit einem integrierten Thermohygrometer, häufig mit digitaler Anzeige. Das Gerät verfügt über eine Sonde, welche an das Mauerwerk gehalten bzw. daran entlanggeführt wird. Die elektromagnetischen Wellen können dann bis zu 15 cm tief in das Mauerwerk eindringen und die Feuchtigkeit auf diesem Wege erkennen.

Das Messgerät arbeitet mit einer bestimmten Frequenz, die auf Wasser entsprechend stärker reagiert als auf trockene Stellen. Die Unterschiede lassen sich an der Anzeige ablesen und zeigt sofort, wo sich feuchte Bereiche befinden. Nicht nur lässt sich auf diesem Wege die Feuchtigkeit in den Wänden, sondern auch in Decken, in Holz oder auch in Bauteilen erkennen.

Feuchtigkeitsmessung in Estrich | Hier ein spezielles Feuchtigkeitsmessgerät zur Messung des Feuchtegehalts / Wassergehalts im Zementestrich-Boden (© JRJfin / stock.adobe.com)

Feuchtigkeitsmessung in Estrich | Hier ein spezielles Feuchtigkeitsmessgerät zur Messung des Feuchtegehalts / Wassergehalts im Zementestrich-Boden (© JRJfin / stock.adobe.com)

Messergebnis eines Feuchtigkeitsmessgeräts nach dem Messen der Feuchte im Fußboden nach einem Wasserschaden (© JRJfin / stock.adobe.com)

Messergebnis eines Feuchtigkeitsmessgeräts nach dem Messen der Feuchte im Fußboden nach einem Wasserschaden (© JRJfin / stock.adobe.com)

Auf der Digitalanzeige lässt sich darüber hinaus der Feuchtigkeitsindex der Oberfläche ablesen. Hierbei gilt: Werte unter 80 deuten auf einen normalen Feuchtigkeitsgehalt hin – alles darüber zeigt Wasser an. Je höher der Index, desto mehr Feuchtigkeit ist im Mauerwerk vorhanden und desto höher ist auch die Gefahr eines Befalls mit Schimmel in der Wand (vgl. grüner Schimmel an der Wand, schwarzer Schimmel an Wand).

Dazu kommt: Gelangt Wasser ins Mauerwerk, kann sich nicht nur Schimmel ausbreiten, sondern es entstehen auch schlechte Gerüche, das Baumaterial kann aufquellen, morsch werden oder im schlimmsten Fall auch faulen und irgendwann instabil werden. Da es sich um ein natürliches Material handelt, kann Holz allgemein die größte Menge an Feuchtigkeit speichern. Dies geschieht natürlich schon allein durch die Umgebungsluft – der Feuchtigkeitsindex von Holz liegt in Innenräumen normalerweise bei durchschnittlich 10 bis 15 %. Eine hohe Feuchtigkeit, die sich versteckt in den Wänden befindet und durch einen Wasserschaden bedingt ist, sollte aber in jedem Fall vermieden werden, da es die Bausubstanz eines Gebäudes nachhaltig schädigen kann.

Bei einer Feuchtigkeitsmessung von Holz kann festgestellt werden, wie hoch die vorhandene Restfeuchtigkeit noch ist. Bei Holz handelt es sich grundsätzlich um ein homogenes Material, welches bei Feuchtigkeit einen ganz anderen elektrischen Widerstand aufweist als trockenes Holz. Hierfür lässt sich zur Messung ein Gerät mit Elektroden verwenden, die gegen die Wuchsrichtung des Materials eingeführt werden und dazu in der Lage sind, Strom zu leiten. Dieser Widerstand wird auf der Anzeige wiedergegeben und kann so die Feuchtigkeit genau anzeigen. Wichtig zu beachten ist hierbei jedoch, dass sowohl die Art des Holzes als auch die Temperatur dabei berücksichtigt werden – denn diese Faktoren sind letzten Endes auch ausschlaggebend dafür, wie leitfähig Holz tatsächlich ist.

Es gibt noch ein weiteres Verfahren, um die Feuchtigkeit in einem Gebäude zu ermitteln. Hierfür müssen dem jeweiligen Material Proben entnommen werden, die zwischen 20 und 50 g aufweisen und dann in einem Labor untersucht werden.

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Möglichkeiten zur Trocknung nach einem Wasserschaden

Für eine möglichst schnelle Trocknung nach einem Wasserschaden lassen sich vor allem Klimageräte, Ventilatoren oder auch Bautrockner eingesetzt (siehe speziell auch: Kellertrocknung nach Wasserschaden, Bautrocknung Wasserschaden). Dank spezieller Filter lassen sich durch die Luft zirkulierende Schadstoffe beseitigen, die unserer Gesundheit schaden und durch den Wasserschaden freigesetzt werden. Mit Hilfe von feinporigen Aktivkohlefiltern lassen sich darüber hinaus auch unangenehme Gerüche im Haus beseitigen, ebenso Viren und Keime. Wichtig hierbei ist außerdem, dass eine Trocknung stets von einem Fachbetrieb (Trocknungsservice, s.a. Wasserschaden beheben Firma) professionell begleitet wird. Die Anbieter haben teilweise unterschiedliche Spezialisierungen, z.B. auf Estrichtrocknung oder Trockenlegen von Mauern in Altbauten. Während der gesamten Trocknung muss die Feuchtigkeit stets gemessen, überwacht und die fortlaufende Feuchtemessung auch entsprechend dokumentiert werden.

Experte einer Feuchtigkeitsmessung Firma nimmt Feuchtemessung an Wand, Decke, Boden / Estrich nach einem Wasserschaden in der Wohnung vor (© U. J. Alexander / stock.adobe.com)

Experte einer Feuchtigkeitsmessung Firma nimmt Feuchtemessung an Wand, Decke, Boden / Estrich nach einem Wasserschaden in der Wohnung vor (© U. J. Alexander / stock.adobe.com)

Die Trocknung des Materials erfolgt außerdem durch Absorptions- und Kondensationstrockner. Bei empfindlichen Bausubstanzen wie Holz ist es ratsamer, eine längere Trocknungszeit einzuplanen, da das Material hitzeempfindlich ist. Gerade bei Holz ist es wichtig, dass das Material nicht zu stark getrocknet wird, damit es nicht zu Rissen kommen kann. Auch empfindliches Mobiliar kann durch eine zu intensive Trocknung Schaden nehmen – daher sollten sie, falls möglich, in einem anderen Raum untergebracht werden, bis die Trocknungsgeräte wieder ausgeschaltet sind.

Ob ein professioneller Bautrockner oder ein einfacher Elektrotrockner für private Haushalte in Frage kommt, kann am ehesten durch einen Gutachter bzw. durch einen Fachbetrieb geklärt werden. Auch, wenn die Oberfläche einer nassen Wand bereits trocken wird, kann sich trotzdem noch in ihrem Inneren Feuchtigkeit befinden.

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