Schimmel bekämpfen | Maßnahmen, Mittel, Kosten2021-10-14T18:17:13+02:00
  • Schimmel bekämpfen - Maßnahmen, Mittel, Kosten (© Zlatan Durakovic / stock.adobe.com)

Schimmel bekämpfen – Maßnahmen, Mittel und Kosten

Wie lässt sich Schimmel wirksam bekämpfen und dauerhaft entfernen? Welche Mittel helfen und wie geht richtiges Lüften? – Dieser Artikel informiert über wesentliche Maßnahmen zur Schimmelbeseitigung. – Und gut zu wissen: Wir von der Deutschen Schadenshilfe können Sie umfassend unterstützen in den Themen Wasserschaden + Schimmel. Wir vermitteln Ihnen außerdem auf Wunsch erfahrene Schimmelgutachter sowie Schimmelsanierer. – Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!

Schimmelbildung in der Wohnung: Woran liegt’s?

Schimmelbefall tritt häufig in älteren Häusern auf (Hausschimmel). Aber auch neue Gebäudeteile können von Schimmel betroffen sein. Klar ist: Schimmelpilze sind ein ernst zu nehmendes Problem. Ihr Auftreten ist ein deutliches Zeichen, dass zu viel Feuchtigkeit an der jeweiligen Wand vorliegt. Die Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung muss innerhalb bestimmter Grenzen liegen, damit kein Schimmelbelag entsteht. Zugleich kommen verschiedene bauliche Aspekte zum Tragen, wenn es um die Verbreitung von Schimmelsporen geht.

Die Ursachen für Schimmel können vielfältig sein. Häufig liegt es an einer überhöhten Luftfeuchtigkeit oder dem Mauerwerk. Das kann durch Kondensation am Fenster passieren oder durch unzureichendes Lüften. Wenn die Raumluft nur eine moderate Feuchte aufweist, haben Schimmelsporen in der Regel weniger Chancen. Doch wie „trocken“ muss es in der Wohnung sein, damit Schimmel wenig Möglichkeiten hat (vgl. auch: Schimmel in der Wohnung)?

Ein Hygrometer misst die Feuchte der Raumluft und kann in Wohnungen helfen. Das Messgerät zeigt oft digital an, wie hoch die Raumfeuchte ist. Dadurch lassen sich Rückschlüsse ziehen, ob z. B. häufiger die Fenster für Luftaustausch zu öffnen sind. Bei einer Feuchte zwischen 40 und 60 Prozent fühlen sich Menschen normalerweise wohl. Trockene Luft kann die Schleimhäute reizen. Bei einer zu feuchten Raumluft hingegen drohen Schimmel an der Wand (vgl. grüner Schimmel an der Wand, schwarzer Schimmel an der Wand) und verschiedene Krankheiten. Es erhöht sich das Risiko für Erkältungskrankheiten, Allergien und Kopfschmerzen.

Welche Zimmer sind am häufigsten von Schimmel betroffen?

Quellen für Schimmelflecken finden sich längst nicht in allen Räumen gleichermaßen. Grundsätzlich kann Schimmel überall entstehen, solange es feucht genug ist. Allerdings gibt es in Wohnungen Zimmer, in denen prinzipiell eine höhere Luftfeuchtigkeit vorliegt. Dazu zählen vorrangig Badezimmer und Küchen. Aber auch Kellerräume können eine Schimmelbekämpfung erforderlich machen.

Schimmel im Bad tritt gehäuft in der Dusche und in den Silikonfugen auf. Kondenswasser ist hier nach dem Duschen oder Baden ein spezielles Problem. Es lohnt sich deshalb, im Anschluss am Duschbad eine Stoßlüftung zu vollziehen. Das ermöglicht einen gründlichen und schnellen Luftaustausch. Gleichzeitig kann es lohnen, die Fliesen, Duschkabine und Spiegel von Spritz- und Schwitzwasser zu befreien. Die Devise nach der Dusche lautet daher: Je trockener der Raum ist, desto weniger Chancen haben Schimmelsporen.

Ebenso ist die Küche neben dem Bad ein typischer Kandidat für Schimmelbefall. Hier spielen insbesondere verdampfende Flüssigkeiten beim Kochen eine Rolle. Tendenziell herrscht in Küchen und Bädern eine erhöhte Feuchte der Luft von ca. 70 Prozent. Stoßlüften ist nach der Essenszubereitung ein solides Mittel, um den Dunst loszuwerden und die Gefahr für Schimmelflecken zu reduzieren.

Besonders das beliebte Kipplüften bei der Essenszubereitung erhöht das Risiko eines Befalls mit Schimmelpilzen. Denn die Wärme durch das Kochen kann leichter am Fensterrahmen und Fenster kondensieren. Dadurch entsteht ein feuchter Film aus Kondenswasser bzw. Schwitzwasser. An diesen Stellen lassen sich Schimmelsporen gerne nieder, um zu wachsen.

Zusätzlich sind Schlafräume beliebte Orte für Schimmel. Damit eine Schimmelbeseitigung gar nicht erst nötig ist, kommen auch in diesen Zimmern ein paar Tipps zum Tragen: Morgens gilt es, bspw. die feuchtwarme Luft durch sauerstoffreiche Frischluft von draußen zu ersetzen. Stoßlüften, im Idealfall Querlüften, ermöglicht diesen Luftaustausch zügig und zuverlässig.

Ab welcher Luftfeuchtigkeit bildet sich Schimmel im Keller? Die Kellerräume sind im Regelfall einer erhöhten Gefahr der Schimmelbildung ausgesetzt. Hier herrscht häufiger eine gesteigerte Feuchte in der Raumluft. Dabei gilt für Kellerwände, dass eine Raumluftfeuchte von über 60 oder sogar 80 Prozent Schimmelbefall wahrscheinlich wird (vgl. feuchte Wände im Keller).

Im Keller kann sich die Feuchtigkeit in den Räumen und Wänden erhöhen, indem Raumnutzende falsch lüften. Eindringende Nässe steigert ebenso die Feuchte im Keller. In jedem Fall kann Schimmelpilz im Kellergeschoss zu einem ernsten Problem führen, wenn nichts unternommen wird.

Wie kann ich feststellen, ob ich richtig lüfte?

Schimmel bekämpfen Betroffene im Idealfall durch angemessenes Luftaustauschen und Heizen. Dabei sind die saisonalen Temperaturen und Feuchtigkeitsunterschiede ebenso relevant wie die Wohnraumsituation. Wer nun wissen will, ob korrekt gelüftet wird, kann mehrere Überlegungen anstellen.

Die Anzahl der Bewohnenden ist hierbei für die Wohnräume ebenso relevant wie die Qualität der Zimmerluft. Kondensiert das Wasser bspw. an den Fensterscheiben, ist die Raumluft definitiv zu feucht. Dabei gilt: Je mehr Menschen in einer Wohnung oder einem Raum aufeinandertreffen, desto häufiger muss gelüftet werden. Durch die Atmung und Körperwärme erhöht sich sonst der Feuchtegehalt im Zimmer. Ein weiterer, deutlicher Hinweis auf eine übersteigerte Luftfeuchte sind Papiere und Kartons. Sobald sich diese während der Aufbewahrung klamm anfühlen oder vermodert und feucht riechen, ist die Umgebung zu feucht. Dann kommt es auf das richtige Lüftverhalten an.

Wer die Wohnräume korrekt mit frischer Luft versorgen will, sollte einige Aspekte beachten. Viele Menschen meiden das häufigere Stoßlüften aus Angst vor Wärmeverlust und gesteigerter Heizkosten. Dabei lassen sie die Fenster oftmals gekippt, anstatt sie ganz zu öffnen. Die Kippstellung gilt jedoch als ein wesentlicher Risikofaktor für einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt in der Luft. Bei der Kipplüftung kondensiert die kühle Luft von außen am Fensterrahmen aufgrund der wärmeren Raumluft. Dadurch entsteht insbesondere rings um die Fenster ein ideales Milieu für Schimmelsporen. Um dem zu entgehen, empfehlen Experten das gezielte Stoßlüften.

Beim Stoßlüften werden die Fenster ungefähr dreimal täglich weit geöffnet. Die Dauer liegt hierbei bei ca. 15 Minuten. Auf diese Weise erfolgt der Austausch der Raumluft effizient und zügig. Besser ist es, einen Durchzug durch das sog. Querlüften zu produzieren. Das gelingt durch das Öffnen von gegenüberliegenden Fenstern. Messgeräte stellen eine weitere, hilfreiche Methode dar, um das eigene Lüftverhalten zu überprüfen. Ein Hygrometer dient dem Zweck, die Luftfeuchtigkeit der Umgebung zu bestimmen (vgl. Feuchtigkeit in der Wohnung messen).

Es ist üblich, dass die Geräte die Messresultate in Prozenten ausgeben. Dadurch lässt sich leicht feststellen, wie feucht die Raumluft tatsächlich ist. Ein gesunder Wert befindet sich für gewöhnlich zwischen 40 und 60 Prozent. Ist die Luft feuchter (d. h., liegt der Messwert über 60 Prozent), ist ausgiebiges Austauschen der Luft im Raum angebracht.

Schimmel bekämpfen: Wie bekomme ich den Schimmel wieder weg?

Um den Schimmelbefall zu beseitigen, raten Experten vor allem zur Gründlichkeit. Wer sorgfältig auf eine korrekte Belüftung achtet, senkt gleichzeitig das Risiko einer Schimmelbildung. Das Lüftverhalten ist ein entscheidender Faktor in puncto Schimmel.

Ein Beispiel zeigt sich im Schlafzimmer: Schimmelsporen mögen feuchtwarme Milieus. Darin finden sie optimale Wachstumsbedingungen vor. Deshalb ist es besonders wichtig, die Schlafräume nach der Nachtruhe ausgiebig auszulüften. Denn während des Schlafes gibt der menschliche Körper viel Wasser an die Umgebung ab. Das passiert vorwiegend durch nächtliches Schwitzen. Aber auch die ganz normale Atmung erhöht die Feuchtigkeit in der Raumluft. Gleiches gilt, wenn Mieter Wäsche in der Wohnung trocknen.

Damit Schimmelpilze wenig Gelegenheit zum Wachsen finden, lohnt es sich, Möbel einige Zentimeter von der Außenwand distanziert aufzustellen. Dadurch zirkuliert die Zimmerluft besser und ermöglicht so den Austausch der feuchtwarmen Raumluft. Gleichzeitig ist ausgedehntes Lüften wichtig, um die feuchte, sauerstoffärmere Luft im Schlafzimmer durch frischere, sauerstoffreichere Luft auszutauschen. Um Schimmelpilze bekämpfen zu können, genügt nicht nur das Lüften. Auch das Heizen im Winter spielt eine wertvolle Rolle. Verzichten Mieter in der kälteren Zeit auf das Heizen (z. B. aufgrund von Abwesenheit), kühlt das Mauerwerk aus. Das erhöht das Risiko für Schimmel.

Wärmebrücken stellen ein weiteres Problem dar. Diese baulichen Schwachpunkte eines Gebäudes sorgen dafür, dass Wärme »verloren geht« und das Mauerwerk an den betreffenden Flächen auskühlt. Zimmerecken an Außenwänden sind prädestiniert für solche Wärmebrücken. Gleiches gilt für die Simse von Fenstern und Türen sowie für Vordächer und Balkone. Gleichmäßiges Heizen in dem Zimmer bzw. der Wohnung ist zudem wichtig, um Schimmel zu vermeiden.

Kann ich Schimmel selber entfernen?

Ein elementarer Punkt, um das Problem loszuwerden bzw. nicht entstehen zu lassen, ist richtiges Belüften und Beheizen der Wohnung. Sobald der Pilz sichtbar ist, gilt es, die Schimmelsporen sorgfältig zu bekämpfen. Dabei umschreibt das Umweltbundesamt Schimmelpilze als »zumeist farblos«. Die Sporen heben sich dagegen erst im weiteren Wachstumsverlauf farblich von z. B. Tapeten ab. Die Wissenschaft unterscheidet insgesamt zwischen 1000 verschiedenen Schimmelpilz-Arten.

Um Schimmel bekämpfen zu können, ist es ratsam, die Farbe als Indikator für die Ursache hinzuzuziehen. Im Bereich von Biomüll, also Lebensmitteln, taucht gehäuft grüner Schimmel auf. Er begleitet daher hauptsächlich verrottende Organismen. In der Wohnung kann sich der Schimmelpilz ebenso auf Wänden breitmachen.

Häufiger zeigt sich jedoch schwarzer Schimmel an Tapeten und Außenwänden. Sein gräulich-schwarzer Belag gilt als besonders gesundheitsschädlich. Aus diesem Grund ist es von großer Wichtigkeit, die Schimmelbekämpfung möglichst schnell zu vollziehen. Aber wie entferne ich schwarzen Schimmel von der Wand? Prinzipiell ist es empfehlenswert, einen Schimmelexperten zuratezuziehen. Wir können Ihnen geeignete Sachverständige vermitteln. Ist das eigene Nutzungsverhalten nicht die Ursache, muss in jedem Fall die Bausubstanz in Augenschein genommen werden.

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Was ist das beste Mittel gegen Schimmel?

Nach einem Wasserschaden ist in einigen Fällen eine Schimmelsanierung angebracht. Die Schimmelsporen breiten sich vor allem dann aus, wenn der Schaden innerhalb des Mauerwerks erst spät auffällt. Zusätzlich können folgende Faktoren die Schimmelbildung fördern:

  • bauliche Mängel (z. B. Wärmebrücken)
  • Probleme beim Material (z. B. Rohrbruch)
  • Havarien (z. B. Extremwetterereignisse mit Überschwemmungen)

Welche Mittel eignen sich, um Schimmel bekämpfen zu können? – Bei der Schimmelbekämpfung stellt die Sanierung eine kostenintensive und zeitaufwendige Option dar. Hierbei steht der Einsatz von Bautrocknern und speziellem Sanierputz im Fokus der Arbeit von Handwerkern und Schimmelexperten. Im Zweifelsfall müssen ganze Bauelemente ausgetauscht werden, um das Problem zu beheben und dem Pilz langfristig die Wachstumsgrundlage zu entziehen. Im günstigsten Fall ist der Ärger mit einer Renovierung gelöst. Schimmel kann bspw. auch Fugenmörtel angreifen. Dann lohnt sich das neue Verputzen der Wand – wenn die Problematik oberflächlicher Natur durch zu viel Feuchte ist.

Bei der Schimmelbeseitigung nutzen Mieter und Hausbesitzer gerne Hausmittel als Schimmelentferner. Hierbei ist die Wirkung allerdings äußerst begrenzt. Bei Schimmelsporen im Bad bspw. kann eine betroffene Silikonfuge zwar mit einem Mittel, wie Brennspiritus oder Alkohol behandelt werden. Jedoch droht der Schimmel wiederzukehren, sofern das Grundproblem (d. h. dauerhaft zu viel Feuchtigkeit) nicht beseitigt wird.

Schimmel mit Wasserstoffperoxid entfernen – geht das?

Neben den üblichen Hausmitteln, wie Essig oder Essigessenz und Brennspiritus, vertrauen viele auf den Gebrauch von Wasserstoffperoxid gegen Schimmel. Während Essig u. U. Schimmel fördert anstatt beseitigt, gilt dies für anorganische Schimmelentferner nicht. Essigessenz enthält Essigsäure, die wiederum durch kalkhaltige Bausubstanzen (z. B. Fugenmörtel) neutralisiert werden kann. Dann verpufft der erwünschte Effekt und der Schimmelpilz kehrt zurück. Ein chemisch wirksamer Schimmelentferner beseitigt den Pilz oft zuverlässiger.

Wasserstoffperoxid ist neben Natriumhypochlorit oder verschiedenen Alkoholen ein typischer Wirkstoff für die Schimmelbekämpfung. Normalerweise kommen die Mittel als Spray zum Einsatz. Dadurch verteilen sie sich im Raum und drohen eingeatmet zu werden, was mit weiteren Problemen behaftet sein kann. Dagegen gelten Hausmittel, die durch Wischen oder Streichen auf betroffene Stellen aufgetragen werden können, als gesundheitlich weniger besorgniserregend.

Letzten Ende lohnt sich beim Einsatz von Schimmelentfernern mit Wasserstoffperoxid die Nutzung einer geeigneten Atemschutzmaske. Sinnvoller: Wir vermitteln Ihnen bei Bedarf kompetente und erfahrene Sanierungsdienstleister, die Ihnen zur Seite stehen können.

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Schimmel bekämpfen mit Luftentfeuchter – Granulat vs. Stromquelle

In der Vergangenheit nutzten Menschen öfter Zeitungspapier in Fahrzeugen oder Schuhen, um Feuchtigkeit zu binden. Das ist heutzutage für Wohnräume mit Schimmelbefall wenig effizient. Papiere nehmen zwar Feuchtigkeit aus der Umgebung auf. Das genügt allerdings kaum, um nachhaltig und sinnvoll Schimmel zu vermeiden.

Einen modernen Ausweg bieten stattdessen Luftentfeuchter an (siehe Luftentfeuchter gegen Schimmel). Bei einer dauerhaft zu hohen Feuchtigkeit in den Zimmern können diese Geräte beim Trocknen helfen. Dabei haben Nutzende die Wahl zwischen einer elektrischen Lösung und einem speziellen, austauschbaren Granulat.

Die Entfeuchtungsgeräte, die einer Stromquelle bedürfen, filtern die Flüssigkeit aus der Luft und sammeln es in einem Auffangbehälter. Granulatgefüllte Modelle kommen ohne Strom aus. Sie sammeln das Wasser ebenfalls in einem Behälter. Dabei müssen die Granulate regelmäßig ausgewechselt werden, um ihre Funktion aufrechtzuerhalten. Wichtig: Luftentfeuchter ersetzen keineswegs funktionierende Bauelemente oder korrektes Lüftverhalten!

Schimmel bekämpfen - hier grün-schwarzer Schimmel in der Ecke (© Zlatan Durakovic / stock.adobe.com)

Schimmel bekämpfen – hier grün-schwarzer Schimmel in der Ecke (© Zlatan Durakovic / stock.adobe.com)

Wer trägt die Kosten bei Schimmel in der Wohnung?

Wenn Mieter Schimmel bekämpfen wollen, stellt sich schnell die Frage nach den Kosten. Wie teuer ist die Schimmelbekämpfung und wer ist verantwortlich? Mieter suchen vor allem bei einem starken Befall mit Schimmelpilzen an der Wand nach einer kostensparenden Lösung. Mietminderung ist hierbei eine gängige Hoffnung. Allerdings ist dieses Mittel für gewöhnlich enorm vom Ausmaß des Schimmelbefalls abhängig. Zudem spielt die Ursache eine wesentliche Rolle. Wodurch konnte sich der Schimmel ausbreiten?

Vermieter gelten im Allgemeinen als verantwortlich für alle Instandhaltungsmaßnahmen, die mit Elementen innerhalb der Wände oder der Bausubstanz zusammenhängen. Dazu gehören bspw. Stromleitungen, Wasserrohre oder das Mauerwerk. Mieter hingegen können für sog. Schönheitsreparaturen und oberflächliche Pflegearbeiten zuständig sein. Dazu zählen z. B. das Tapezieren oder Renovieren einer Wand. Ist diese mit Schimmel befallen, gilt es, den Grund herauszufinden: Ist falsches Nutzungsverhalten schuld oder liegt ein Mangel innerhalb der Bausubstanz vor?

Die Kosten für die Schimmelbekämpfung variieren deutlich. Eine umfassende Sanierung kann durchaus im fünfstelligen Bereich nötig sein. Ein Gutachter  (Schimmelgutachter) bspw. beläuft sich ungefähr auf eine dreistellige Summe. Für die präzise Berechnung der Kosten ist das Ausmaß essenziell. Ein oberflächlicher Befall auf der Tapete fällt ggf. günstiger aus. Dafür lässt sich die Problematik oft auf fehlerhaftes Lüften zurückführen. Im Gegensatz dazu ist ein Schimmelbefall durch z. B. Wasserschäden im Regelfall kostspieliger.

Wir können Ihnen professionelle Sachverständige vermitteln, die bei der Schimmelbeseitigung behilflich sein können. Insbesondere bei einem stärkeren Befall sind Schimmelexperten wichtig. Durch fachliche Hilfestellung lässt sich die Ursache fachgerecht einordnen und der Schimmel wirksam beseitigen.

Fazit: Schimmel bekämpfen

Das Entfernen von Schimmelbelägen ist generell auf eine spezifische Ursache zurückzuführen. Dabei reichen die möglichen Gründe von dem unzureichenden Lüften oder Heizen über Wasserschäden bis hin zu baulichen Mängeln (Bsp.: Wärmebrücken). Die Schimmelbekämpfung einer Firma zu überlassen, ist oft der richtige Weg. Das gilt umso mehr, je stärker die Schimmelpilze und Sporen verbreitet sind.

Bei den Kosten kann der Rat eines speziellen Gutachters behilflich sein. Dieser empfiehlt geeignete Maßnahmen zur Schimmelbekämpfung, sodass die sich anschließenden Schritte kosteneffizient ausfallen können. – Dieser Artikel hat offenbart, wie sich Schimmelsporen verbreiten können und worauf insbesondere beim Lüften zu achten ist. Zusätzlich wurde klar, wie verschiedene Hausmittel und Schimmelentferner das Schimmelproblem ggf. beheben können.

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