Luftentfeuchter bei Feuchtigkeitsproblemen, Wasserschäden, Schimmel2021-09-08T13:27:11+02:00
  • Luftentfeuchter nach Wasserschaden, gegen Schimmel in der Wohnung (© Daria / stock.adobe.com)
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Luftentfeuchter bei Feuchtigkeitsproblemen, Wasserschäden, Schimmel

Wenn Feuchtigkeit sich erst einmal in Wohnräumen ausgebreitet hat, es modrig riecht und letzten Endes auch das Gebäude dadurch beschädigt wird, kann es schwer werden, sie wieder loszuwerden. Hier kann ein Luftentfeuchter dabei helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Wo und wann ein Luftfentfeuchter eingesetzt wird und was beim Einsatz berücksichtigt werden muss, stellen wir nachfolgend genauer vor.

Und gut zu wissen: Die Deutsche Schadenshilfe ist Spezialist für Wasserschäden, deren Beseitigung und Regulierung mit Versicherungsgesellschaften. Wir haben ein Netzwerk aus Sachverständigen (Gutachtern), Fachanwälten für Versicherungsrecht und Sanierungsdienstleistern. Dazu gehören Wasserschadensanierer, Trocknungsfirmen und Schimmelexperten.

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Schimmel vorbeugen mit einem Luftentfeuchter

Luftentfeuchter tragen dazu bei, den Feuchtigkeitsgehalt innerhalb der Raumluft (sprich die „Luftfeuchtigkeit“) zu reduzieren. Weil Feuchtigkeit bekanntlich für die Schimmelbildung verantwortlich ist, kann die Nutzung eines Entfeuchters für die Raumluft zur Vorbeugung von Schimmelpilzen sehr nützlich sein. Insbesondere in Räumen, in denen bereits im Vorfeld Schimmel vorhanden war und in denen die Ursache für die Feuchtigkeit noch nicht gefunden worden ist, lohnt es sich, ein solches Entfeuchtungsgerät einzusetzen.

Zur Überprüfung des Feuchtigkeitsgrads kann zum Beispiel ein Hygrometer zur Hand genommen werden, sollte dies nicht bereits im Entfeuchter integriert sein. Entfeuchter für die Raumluft können in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz kommen – wie beispielsweise zur Bautrocknung oder auch in privaten Wohnhäusern. Abhängig vom Einsatzzweck gibt es zudem deutliche Unterschiede hinsichtlich ihres Verfahrens, ihrer Leistung und natürlich auch im Preis.

Die Funktionsweise von Entfeuchtern

Prinzipiell wird zwischen Adsorptions- und Kondensationstrocknern unterschieden. Letztere enthalten ein Kältemittel, wie es auch bei Kühlschränken üblich ist, welches der Raumluft die Feuchtigkeit entzieht, diese kondensiert und dann in flüssiger Form in einem Behälter auffängt. Kondensationsgeräte sollten ausschließlich in Räumen zum Einsatz kommen, die sich auch beheizen lassen.

Weniger häufig werden in privaten Häusern Adsorptionstrockner verwendet – das liegt auch daran, da sie einen vergleichsweise hohen Energieverbrauch mit sich bringen. Diese Geräte arbeiten mit einem Trockenmittel, welches die Feuchtigkeit aus der Raumluft zieht und sie mit Hilfe eines Abluftschlauchs anschließend nach außen ableitet.

Unterschiede zeigen sich bei den Entfeuchtungsgeräts allerdings auch bei der Leistung bzw. der Nennleistung. Letztere wird immer von den Herstellern als Höchstwert angegeben und gibt nicht direkt Aufschluss über den Energieverbrauch eines Entfeuchtungsgeräts (vgl. Stromverbrauch von Trocknungsgeräten). Doch warum ist das so?

Ganz einfach: Für den Energieverbrauch von Luftentfeuchtern spielt vor allem die Raumtemperatur eine tragende Rolle. Hierbei gilt: Je geringer die Umgebungstemperatur ist, desto weniger Energie muss das Gerät aufwenden und desto geringer ist automatisch auch die Leistung des Entfeuchters. Deshalb sollte stets die sogenannte Aufnahmeleistung während des langfristigen Betriebs untersucht werden.

Wie lange wird ein Luftentfeuchter betrieben?

Generell sollte die Leistung eines Entfeuchters für die Raumluft pro Tag rund 10 Liter aufbringen – so kann man von einem schnellen Ergebnis mit einem angenehmen Raumklima profitieren. Wenn nach einem Wasserschaden nass gewordenes Mauerwerk in den Kellerräumen – in denen oft ohnehin eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht – wieder trocken gelegt werden (vgl. feuchter Keller, Kellertrocknung), genügt diese Leistung allerdings nicht. Bei einem umfassenden Wasserschaden kommen in der Regel professionelle Bautrockner zum Einsatz, die mit einer deutlich höheren Leistung arbeiten als ein einfacher Entfeuchter für die Raumluft. Denn dieser macht letzten Endes nichts anderes, als die Luftfeuchtigkeit auf ein normales Niveau zu bringen. Derartige Entfeuchtungsgeräte werden oft über mehrere Wochen durchgehend betrieben, was natürlich auch entsprechende Energiekosten verursacht. Bei gravierenden Schäden ist eine Bautrocknung auf diesem Wege häufig aber die einzige Möglichkeit, die Bausubstanz vor weiteren Beschädigungen oder gar vor ihrem Verfall zu bewahren.

Wann kommen Luftentfeuchter zum Einsatz?

Für Luftentfeuchter gibt es unterschiedliche Einsatzbereiche. Typischerweise kommen sie nach Wasserschäden zum Einsatz (vgl. Wasserschäden beheben). Wurde der Schaden behoben und tritt kein Wasser mehr aus dem Leck aus, dann verbleibt oft trotzdem noch eine größere Menge an Feuchtigkeit in der Luft. In diesem Fall unterstützt ein Entfeuchter dabei, größere Schäden oder sogar die Bildung von Schimmel zu vermeiden.

Doch auch in Badezimmern kann ein Luftentfeuchter gute Hilfe leisten: Hier herrscht häufig eine außergewöhnlich hohe Luftfeuchtigkeit – bedingt durch heißes Duschen, Baden oder auch durch das Verdunsten von Feuchtigkeit in nassen Handtüchern. Auch hier können Entfeuchtungsgeräte verwendet werden, um das Raumklima wieder auszugleichen. Weiterhin sinnvoll ist der Einsatz eines Entfeuchters unter Umständen in Neubauten, denn auch hier ist nach kurzen Bauphasen oft noch eine gewisse Restfeuchtigkeit im Gebäude enthalten, die möglichst schnell entweichen sollte.

Gerade bei innenliegenden Bädern (ohne Fenster) kann es sinnvoll und nötig sein, einen Luftentfeuchter im Badezimmer einzusetzen, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu senken und Schimmelbildung vorzubeugen (© Maryviolet / stock.adobe.com)

Gerade bei innenliegenden Bädern (ohne Fenster) kann es sinnvoll und nötig sein, einen Luftentfeuchter im Badezimmer einzusetzen, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu senken und Schimmelbildung vorzubeugen (© Maryviolet / stock.adobe.com)

Unterschiede bei den Entfeuchtungsgeräten im Detail

Prinzipiell wird zwischen Entfeuchtungsgeräten mit und ohne Energiebetrieb unterschieden. Weiterhin gibt es drei wichtige Varianten, die wir nachfolgend genauer vorstellen.

Kondensationsentfeuchter

Entfeuchtungsgeräte für die Raumluft mit Kondensationsfunktion besitzen im Inneren eine Art Ventilator, welcher die feuchte Luft aus dem Raum in das Entfeuchtungsgerät befördert und anschließend kühlt – normalerweise geschieht dies über ein Kühlelement oder über einen Kompressor. Daher trägt diese Bauweise für die Trocknung auch häufig den Namen Kompressionstrockner. Die eingesaugte Luft kondensiert zu Wasser und das Kondensat / Kondenswasser wird in einer Auffangschale gesammelt, die dann später nur noch entleert werden muss.

Entfeuchtungsgeräte mit wasserspeichernden Flüssigkeiten

In diesen Geräten sind spezielle hygroskopische Flüssigkeiten enthalten, welche dazu in der Lage sind, Wasser auf der Raumluft aufzunehmen und zu speichern. Auch diese Geräte arbeiten mit Ventilatoren, welche die Luft über die Flüssigkeit leiten und anschließend den Wasserdampf in der Luft absorbieren. Diese „getrocknete“ Luft bläst das Gerät dann wieder zurück in den Raum und das Klima reguliert sich.

Entfeuchtungsgerät mit Granulat bzw. Adsorptionstrockner

Ganz ähnlich wie mit flüssigen Stoffen ist die Wasserspeicherung aus der Raumluft auch mit Granulaten möglich. Ein gutes Beispiel ist Salz, das Feuchtigkeit bildet. Bei Luftentfeuchtern mit wasserspeichernden Feststoffen kommen häufig Molekularsiebe zum Einsatz, die in Verbindung mit einem Ventilator arbeiten und die Raumluft über das Granulat „blasen“. Die Wassermoleküle binden sich von alleine an das Material. Hier greift das Prinzip der Adsorptionstrocknung.

Wann kommen Entfeuchtungsgeräte für die Raumluft zum Einsatz?

In zahlreichen Altbauten herrscht eine vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit – häufig kommt es aus diesem Grund gerade in solchen Gebäuden zur Schimmelbildung. Das ist gerade dann der Fall, wenn eine Renovierung nicht korrekt durchgeführt worden ist – wie beispielsweise dann, wenn Fenster nicht fachgerecht eingebaut wurden und sich dann Kondenswasser sammeln kann. Doch auch in einem Neubau kann es durchaus zu Problemen mit einer zu hohen Luftfeuchtigkeit kommen, was letzten Endes Schimmel begünstigt. Ein neu errichtetes Haus wird nämlich in der Regel exzellent isoliert. Das hat zwar viele Vorteile, sorgt aber auch dafür, dass Luft und somit auch Luftfeuchtigkeit nur schwer nach außen entweichen kann. Insbesondere beim Trocknen nasser Wäsche ist es daher wichtig, dass ausreichend viel gelüftet wird.

Auch infolge eines Wasserschadens aufgrund einer geplatzten Leistung oder aufgrund Löschwassers nach einem Brand kann ein Entfeuchtungsgerät für die Trocknung der Raumluft erforderlich sein. Hierfür kommen normalerweise Kondensattrockner zum Einsatz. Was genau in welchem Umfang benötigt wird, sollte aber immer ein Sachverständiger entscheiden.

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Was sollte beim Einsatz von Entfeuchtungsgeräten beachtet werden?

Ehe ein Luftentfeuchter im Raum eingesetzt wird, sollte man sich stets die Frage stellen, ob ein solches Gerät tatsächlich benötigt wird. Oft genügt es nämlich auch, wenn das Heiz- und Lüftungsverhalten optimiert wird. Wird die feuchte Wäsche nach dem Waschen zum Trocknen auf den Balkon gestellt oder in den Garten gehängt, ist dies ebenfalls besser für das Raumklima, als sie einfach im Haus zu trocknen.

Worauf sollte beim Gebrauch eines Entfeuchters im Haus geachtet werden?

Es ist wichtig, zu überprüfen, ob das Gerät zur Entfeuchtung zur Raumgröße passt. Ein Kondensationstrockner arbeitet im Normalfall mit einer hohen Effizienz, kann allerdings auch durchaus viel Strom verbrauchen. Wichtig deshalb ist, stets einen Blick auf die Effizienzklasse zu werden – ganz egal, ob ein solches Gerät gekauft oder nur vorübergehend angemietet wird.

In einem unbeheizten Raum wie einer Garage oder dem Keller sollte ein Kondensattrockner lieber nicht zum Einsatz kommen. Sie erzielen hier einen zu geringen Kühlungseffekt, so dass der Entfeuchter nicht wirtschaftlich genug arbeitet. Muss das Entfeuchtungsgerät im Schlaf- oder Wohnzimmer genutzt werden, sollte es möglichst leise arbeiten. Gerade, wenn es über mehrere Tage oder gar Wochen durchgehend im Einsatz ist, kann der Lärm im Dauerbetrieb schnell zu einer Belastung werden.

Luftzirkulation und Grundriss – was berücksichtigt werden muss

Damit eine gleichmäßige Luftentfeuchtung / Trocknung über die ganze Raumgröße hinweg erfolgen kann, ist es wichtig, dass die Luft ungehindert in einem Raum zirkulieren kann. Insbesondere sehr verschachtelte Räume mit engen Nischen lassen sich oft nicht optimal entfeuchten. Allgemein empfiehlt es sich nicht, mehrere Räume gleichzeitig zu entfeuchten, sondern für jeden feuchten Raum ein eigenes Entfeuchtungsgerät aufzustellen. Vom Grundriss bzw. der Raumfläche hängt auch die benötigte Leistung des Luftentfeuchters ab, was von Beginn an unbedingt bedacht werden sollte.

Nicht wenige Menschen machen den häufigen Fehler, sich für einen Luftentfeuchter zu entscheiden, der sich für beispielsweise 60 Quadratmeter eignet, was der Fläche der ganzen Wohnung entspricht. Handelt es sich um eine offene Fläche ohne Wände, funktioniert das auch problemlos. Bei einzelnen Räumen sollten aber lieber mehrere kleinere Geräte zum Einsatz kommen oder einen Luftentfeuchter nacheinander in verschiedenen Räumen aufzustellen.

Denn ein Entfeuchtungsgerät muss dazu in der Lage sein, Luft ansaugen zu können. Ist das Mauerwerk im Weg, reduziert das automatisch auch seine Leistung. Und kann das Entfeuchtungsgerät die Luft nicht korrekt ansaugen, so kann sie letzten Endes auch nicht richtig entfeuchtet werden.

Luftentfeuchter, Raumentfeuchter, Luftreiniger - der Markt bietet heute eine Vielzahl an Geräten rund um das Raumklima; doch nicht alles ist für jeden Fall wirklich geeignet (© grispb / stock.adobe.com)

Luftentfeuchter, Raumentfeuchter, Luftreiniger – der Markt bietet heute eine Vielzahl an Geräten rund um das Raumklima; doch nicht alles ist für jeden Fall wirklich geeignet (© grispb / stock.adobe.com)

Tipps für die Auswahl des richtigen Raumentfeuchters

Bei der Auswahl eines Raumentfeuchters kommt es enorm auf die Raumluftmenge an. Der Entfeuchter sollte die Raumluft durchschnittlich zwei Mal pro Stunde vollständig austauschen können. Doch wie lässt sich das bei der Auswahl eines bestimmten Modells ermitteln? Ganz einfach: Der sogenannte Luftdurchsatz wird in der Regel vom Hersteller angegeben. Er wird in Kubikmetern je Stunde angezeigt (m3/h). Hat man beispielsweise einen Raum mit einer Fläche von 10 m2 und ist die Decke 3 m hoch, dann sieht die Berechnung folgendermaßen aus: 10 x 3 = 30 m3. In diesem Fall muss der Mindestluftdurchsatz eines Entfeuchters für den jeweiligen Raum 10 m3/h leisten, im besten Fall natürlich noch mehr.

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Auch auf die Entfeuchtungsleistung kommt es an

Die Leistung eines Luftentfeuchters entscheidet, inwiefern das Entfeuchtungsgerät fähig ist, die Raumluft zu trocknen. Normalerweise wird die Leistung vom Hersteller in Litern je Tag angegeben. Dabei gilt: Je mehr Feuchtigkeit der Entfeuchter an einem Tag aus der Raumluft filtern kann, desto leistungsstärker ist das Entfeuchtungsgerät. Die insgesamte Effizienz hängt am stärksten von der Leistung eines Luftentfeuchters ab. Allerdings schwankt die tatsächliche Leistung über den Tag verteilt öfter, was durch Veränderungen in der Temperatur, dem Luftdruck oder der tatsächlichen Luftfeuchtigkeit bedingt ist. Grundsätzlich gilt hierbei: Eine höhere Entfeuchtungsleistung ist immer besser. Gleichzeitig steigt mit der Leistung allerdings auch der Energieverbrauch und das Gerät ist in der Regel auch entsprechend größer.

Geringer Preis = geringe Leistung? – Was hierbei wichtig ist

Der geringe Anschaffungspreis von einem Raumentfeuchter ist in vielen Fällen leider kein langfristiger Vorteil, denn oft weisen gerade günstige Modelle einen deutlich höheren Stromverbrauch auf. Dann kann die Entfeuchtung schnell einige tausend Euro kosten. Arbeitet der Entfeuchter dagegen mit einer niedrigen Leistungsaufnahme, dann ist es rentabler, anfangs direkt bei der Anschaffung lieber etwas mehr zu bezahlen, damit die Kosten langfristig auf einem niedrigen Level bleiben. Weiterhin kommt es natürlich auch auf das Verfahren an, mit dem das Gerät arbeitet sowie auf die Leistung und Dimension. Erst dann kann entschieden werden, ob sich der Kauf bezahlt macht.

Ein Vergleich mehrerer Modelle von Entfeuchtungsgeräten für die Raumluft wird einfacher, wenn man weiß, worauf geachtet werden muss. Das Wichtigste dabei ist, den Energieverbrauch, die Entfeuchtungsleistung sowie auch den Luftdurchsatz gegenüberzustellen. Sehr wichtig ist auch der Preis eines Modells, das Volumen eines Raums sowie auch seine Fläche und ob der Entfeuchter entsprechend dafür dimensioniert ist.

Praktisch ist außerdem, wenn der Luftentfeuchter nach einem Wasserschaden ein Hygrostat besitzt, nicht zu viel Lärm macht und sich leicht transportieren lässt. Weitere Ausstattungsmerkmale, auf die man achten sollte, sind unter anderem eine hohe Benutzerfreundlichkeit, ein gut lesbares Display oder auch integrierte Luftleitklappen sowie ein guter Reinigungsfilter.

Minimaler und maximaler Energieverbrauch bei einem Luftentfeuchter

Ein Großteil der heutzutage zum Einsatz kommenden Luftentfeuchter bei Wasserschäden verfügen über verschiedene Lüftergeschwindigkeiten, zwischen denen man als Benutzer auswählen kann – dies beeinflusst natürlich in gewisser Hinsicht auch den Stromverbrauch. Hier sollte bereits beim Kauf des Entfeuchtungsgeräts darauf geachtet werden, ob der angegebene Wert dem maximalen oder dem minimalen Stromverbrauch entspricht. Eine maximale Leistung wird erreicht, wenn der Luftentfeuchter auf höchster Stufe betrieben wird.

Normalerweise fällt der tatsächliche Verbrauch etwas geringer aus, da die Leistung je nach Situation etwas schwanken kann. So stellt man den Entfeuchter häufig nachts auf eine niedrigere Stufe, damit er leiser arbeitet. Einige Hersteller geben grundsätzlich nur den niedrigen Minimalverbrauch an – dies sollte natürlich unbedingt berücksichtigt werden, um später nicht von hohen Energiekosten überrascht zu werden. Den maximalen Verbrauch findet man in der Regel im mitgelieferten Handbuch oder erhält diesen bei Nachfrage direkt vom Hersteller.

Warum lohnt sich eine automatische Feuchtigkeitsregulierung beim Luftentfeuchter?

Die automatische Erhaltung der Feuchtigkeit mit Hilfe eines Hygrostats auf einem fest eingestellten Niveau ist ein Feature, das für viele Nutzer besonders wichtig ist. Die meisten Geräte sind heutzutage ohnehin mit dieser Funktion ausgestattet. Hier sorgt die automatische Regelung für eine Abschaltung des Entfeuchtungsgeräts, sobald der gewünschte Wert der Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Sie wird erst dann wieder aktiviert, wenn die Feuchtigkeit in der Luft erneut ansteigt. Zwischenzeitlich arbeitet das Gerät im Standby-Modus, was eine Menge Energie sparen kann. Gleichzeitig wird auf diese Weise gewährleistet, dass die Luft im Raum nicht zu trocken wird, was ebenfalls alles andere als gut für das Gebäude und unsere Gesundheit ist.

Weitere wichtige Funktionen von Entfeuchtern für den Privatgebrauch

Die Größe und die Mobilität eines Entfeuchters spielen insbesondere bei der Nutzung in kleinen Räumen eine wichtige Rolle. Im besten Fall kann ein Luftentfeuchter problemlos von einem Raum zum nächsten transportiert werden und ist weder sonderlich sperrig noch allzu schwer. Diese Geräte sind je nach Ausführung mittlerweile in den verschiedensten Varianten erhältlich und sollten, wenn sie langfristig eingesetzt werden und somit in den Wohnräumen verbleiben, natürlich auch optisch ansprechend sein.

Ein großer Funktionsumfang gleicht oft ein weniger gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus: Das kann beispielsweise eine Lüftung sein, die unabhängig vom jeweiligen Modell arbeitet – wenn nämlich der Kompressor deaktiviert wird, der Lüfter aber trotzdem noch weiterläuft. Hilfreich ist dies vor allem für einfacheres Lüften oder auch für eine optimierte Luftzirkulation, wenn die Wetterlage eher schwül ist.

Praktisch ist für den Einsatz in der Wohnung außerdem eine integrierte Wäschetrocknungsfunktion – diese hilft, die Luftfeuchtigkeit in einem Raum auf einem normalen Niveau zu halten, auch wenn darin gerade Wäsche getrocknet wird und die Feuchtigkeit verdunstet. Der Trocknungsprozess sollte keinesfalls unterschätzt werden, denn während die Wäsche auf einem Wäscheständer trocknet, gibt sie im Durchschnitt bis zu zwei Liter Wasser in die Raumluft ab. Ein eingebauter Abschalttimer lohnt sich außerdem für Tage, an denen man nicht zu Hause ist und somit auch den Entfeuchter nicht bedienen kann. So kann das Gerät weitestgehend autonom arbeiten, ohne dass es einer ständigen Kontrolle bedarf.

Integrierte Ionisatoren oder Luftreinigungsfilter machen ein solches Gerät zu einem multifunktionellen Helfer – ein weiterer Luftreinigungsfilter wird somit überflüssig und man muss nur ein einziges Gerät im Raum aufstellen, um auch Schadstoffe effizient aus der Raumluft filtern zu können.

Zwar ist der Geräuschpegel eines Raumentfeuchters für die Raumluft für viele Menschen nicht das wichtigste Kriterium, sollte aber dennoch nicht unterschätzt werden. Denn wenn ein lauter Luftentfeuchter nach einem Wasserschaden über mehrere Wochen lang im Wohnzimmer steht und lärmt, kann das zu einer ernstzunehmenden Belastung werden. Von Experten werden maximal 40 Dezibel als Maximum empfohlen – bis zu diesem Geräuschpegel ist der arbeitende Entfeuchter also normalerweise erträglich. Natürlich ist es aber von Vorteil, je leiser das Gerät arbeitet – denn auch in Schlafzimmern kommen mitunter Entfeuchter zum Einsatz.

Nicht ganz unwichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Klang selbst: Während einige Lüfter eher rauschende Geräusche machen, arbeiten andere eher klappernd, summen oder brummen. Deshalb ist es auch so wichtig, verschiedene Geräte auszuprobieren oder sich zumindest genauer über deren Betrieb zu informieren – insbesondere, wenn man womöglich neben ihnen schlafen muss. Hier können bei einem Vergleich mehrerer Modelle auch Rezensionen anderer Käufer eine wichtige Rolle spielen.

Wartung und Pflege von Luftentfeuchtern

Damit Entfeuchtungsgeräte langfristig effizient arbeiten, ist es wichtig, sie regelmäßig zu warten und zu reinigen. Vor allen Wartungs- oder Pflegearbeiten ist es grundsätzlich wichtig, die Energiezufuhr des Luftentfeuchters in jedem Fall zu unterbrechen, damit es nicht zu einem Sicherheitsrisiko für den Nutzer kommt. Die Ausblas- und Ansauggitter lassen sich am besten mit einem Staubsauger von Staub befreien. Der Staub kann dann ganz einfach eingesaugt und unter Umständen noch mit einer kleinen Bürste entfernt werden. Für die Reinigung des Gehäuses genügen normalerweise ein mit klarem Wasser befeuchteter Lappen sowie anschließendes Trockenreiben.

Um den Luftfilter von Verschmutzungen zu befreien, die sich über die Zeit hinweg ansammeln – wie Haare, Staub oder auch Fussel – sollte die Anleitung des Herstellers beachtet werden. Hier wird normalerweise genau beschrieben, wie sich der Luftfilter entnehmen und säubern lässt. Weiterhin sollte im Zuge dessen auch direkt der Auffangbehälter gereinigt werden. Nach dem Entnehmen wird er mit klarem Wasser abgespült und gereinigt, damit sich weder Schimmel noch Bakterien darin ausbreiten können.

Wenn das Entfeuchtungsgerät über einen längeren Zeitraum nicht zum Einsatz kommt, ist es wichtig, diesen für die Lagerung entsprechend vorzubereiten. So sollte er unbedingt nach seinem letzten Einsatz vollständig von allen Verschmutzungen befreit werden. Das Gehäuse, die Lüftungsgitter, der Auffangbehälter und der Luftfilter werden am besten gründlich gereinigt, das Stromkabel sauber aufgerollt. Eine Schutzhülle oder auch die Originalverpackung schützen das Gerät dann vor Beschädigungen während einer längeren Einlagerung. Es sollte darüber hinaus unbedingt vor extremen Temperaturen und Feuchtigkeit geschützt werden.

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