Schimmelsanierung? | Experten für Schimmelpilzsanierung gibt’s hier!2021-07-11T15:50:41+02:00
  • Schimmelsanierung - Die Kosten pro qm für eine professionelle Schimmelpilzsanierung können beträchtlich sein. Gute Firmen sind rar. (© Animaflora PicsStock / stock.adobe.com)

Schimmelsanierung (Schimmelpilzsanierung)

Wenn es in einem Haus oder in der Mietwohnung zur Bildung von Schimmel kommt, ist die Verzweiflung oft erst einmal groß. Denn meist lässt sich nicht erkennen, wie weit der Befall bereits fortgeschritten ist – im schlimmsten Fall ist sogar die Bausubstanz betroffen. Im folgenden Ratgeber erläutern wir, welche Lösungen zur Schimmelbeseitigung es gibt und worauf es bei der Anwendung zu achten gilt. In den meisten Fällen lässt sich das Problem nicht selbst lösen, so dass Sie auf einen professionellen Anbieter für die Schimmelsanierung / Schimmelpilzsanierung angewiesen sind. – Die Deutsche Schadenshilfe verfügt über ein Netzwerk erfahrener Schimmelsanierer und kann Ihnen kompetente Sanierungsdienstleister in Ihrer Nähe vermitteln. – Doch lesen Sie selbst!

Schimmelbefall – wann eine Schimmelsanierung nötig ist

Werden Wände, Holz oder Böden feucht, ist dies oft ein Zeichen für Schimmelbefall. Grundsätzlich können sich Pilze nur in Verbindung mit Feuchtigkeit entwickeln. Ein Befall mit Schimmel bedeutet also, dass die Bausubstanz nass geworden ist – dafür kann es unterschiedliche Ursachen geben. Weil der Schimmelpilzbefall für die Gesundheit äußerst schädlich ist, muss im Zuge dessen unter Umständen eine Schimmelpilzsanierung erfolgen, wenn oberflächliche Behandlungen nicht mehr ausreichen.

Schimmel selbst entfernen oder vom Profi sanieren lassen?

Es spielt keine Rolle, ob es sich um einen minimalen oder um einen bereits fortgeschrittenen Befall mit Schimmel handelt – Mieter sollten sich in keinem Fall selbst mit der Entfernung befassen. Denn ansonsten kann es dazu kommen, dass sich erneut Pilze bilden und die Schäden sich sogar noch verschlimmern. Dann kann im Extremfall sogar Schadensersatz vom Vermieter gefordert werden. Wer also Schimmel bei sich in der Wohnung bemerkt, zieht am besten umgehend den Vermieter zu Rate! Unter Umständen liegt die Ursache auch in einem Wasserschaden durch Nachbarn – und dann muss der Vermieter auch Fragen der Haftung / Haftpflicht klären.

Als Eigentümer eines Hauses kann man bei einem leichten Schimmelpilzbefall selbst versuchen, den Schimmel mit entsprechenden Produkten zu beseitigen. Hierbei sollte es sich natürlich um oberflächliche Flecken handeln, welche maximal einen Durchmesser von rund einem halben Quadratmeter aufweisen. Der sichtbare Teil des Pilzes führt zur Entwicklung von Sporen, welche durch die Luft zirkulieren und so auch andere Teile eines Raums befallen können – wie zum Beispiel Möbel oder Tapeten. Damit dies gestoppt wird, sollten betroffene Bereiche mit Spiritus oder auch mit Ethylalkohol (80 %) behandelt werden.

Wichtig: Tragen Sie dabei unbedingt einen Mundschutz und Einweghandschuhe und verwenden Sie keine aggressiven Chemiekeulen – denn auch diese können der Gesundheit schaden. Auch Essigessenz ist keine gute Wahl, da in verputzten Wänden oft Kalk enthalten ist, der die Wirkung des Essigs aufhebt. Stattdessen können die organischen Nährstoffe darin wiederum zur erneuten Bildung von Schimmel beitragen.

Sofern Rigips, Tapeten oder Estrich ebenfalls schon mit dem Pilz befallen sind, ist eine Entsorgung unumgänglich. Befallene Möbelbezüge und andere Textilien sollten professionell gereinigt werden.

Warum eine Schimmelsanierung nur von Profis durchgeführt werden sollte

Vor allem stellt sich für Mieter und Hausbesitzer die Frage: Wer darf eine Schimmelsanierung durchführen?

Bei einem großflächigen Schimmelpilzbefall sollten auch Eigentümer eines Gebäudes sich unbedingt an einen Fachmann wenden. Nur ein Experte weiß genau, wie bei einer Schimmelpilzsanierung vorzugehen ist und bringt die notwendigen Materialien dafür mit. Wir von der Deutschen Schadenshilfe können Ihnen gern entsprechende Experten aus unserem Dienstleisternetzwerk vermitteln.

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Welche Maßnahmen zur Schimmelsanierung gibt es?

Es gibt unterschiedliche Maßnahmen zur Beseitigung von Schimmel, die wir Ihnen nachfolgend genauer vorstellen. Die langfristige Erfolgsquote und auch die Kosten pro qm einer Schimmelsanierung Firma differieren. – Man unterscheidet Schimmelsanierungs-Maßnahmen in:

Chemische Sanierung

Es gibt inzwischen zahlreiche chemische Anti-Schimmel-Produkte auf dem Markt, die in den meisten Fällen jedoch nur oberflächlich und für einen temporären Zeitraum wirken. Freiverkäufliche Produkte aus dem Baumarkt sind oft nicht sonderlich effizient, während Produkte von Fachleuten dagegen in der Regel Oxidationsmittel enthalten. Dabei handelt es sich beispielsweise um Wasserstoffperoxid, Chlordioxid oder auch Natriumhypochlorid. Diese Mittel sorgen für die Zerstörung der Pilzsporen sowie für die Entfernung des oberflächlichen Belags. Alkohol mit 80 % wird insbesondere zum Abwischen und Lösen des Schimmels auf glatten Flächen verwendet.

Grundsätzlich rät das Umweltbundesamt, dass die Nutzung von Desinfektionsmitteln für eine professionelle Sanierung nicht sinnvoll ist – denn sie können die Keime nicht langfristig entfernen und schaden häufig unserer Gesundheit.

Beseitigung durch Bestrahlung

UV-Licht sorgt für die zuverlässige Zersetzung von Schimmelsporen – das eigentliche Myzel – der größte Teil des Pilzes – wird dabei allerdings nicht zerstört. Deshalb ist eine komplette Entfernung des Schimmels durch UV-Bestrahlung meist nicht erfolgreich. Für die spätere Desinfektion nach einer erfolgten Sanierung kann das ultraviolette Licht allerdings eine gute Hilfe darstellen. Zahlreiche neue Studien haben den Einsatz von UV-Licht untersucht und zeigten, dass die Sporen so zerstört wurden, dass sie keine Pilzgifte mehr entwickeln konnten.

Behandlung mit Ozon und Heißluft

Beschränkt sich der Befall auf kleinere Flächen und eine Tiefe von bis zu 2 cm ist ebenfalls die Behandlung der Schimmelschäden mit einem heißen Föhn möglich. Hier stirbt der größte Teil der Sporen ab, da diese ab einer Temperatur von 50 °C der Hitze nicht mehr standhalten können. Eine Behandlung mit Ozon sorgt dagegen für das „Aufplatzen“ der Sporenzellwände und zerstört deren Inneres und das Schimmelpilzwachstum. Bei einer Sanierung mit Ozon ist es wichtig, dass dieses durch permanente Luftumwälzung mit den Sporen in Verbindung gebracht wird – ansonsten kann das Ozon nicht seine volle Wirkung gegen den Schimmelpilz entfalten.



Professionelle Trocknung – so funktioniert sie

Nach einem starken Wasserschaden im Keller kann es passieren, dass die Dämmung und der Estrich erneuert werden müssen. Ist der Schaden nicht ganz so umfassend, genügt oft eine professionelle Trocknung. Häufig zum Einsatz kommen spezielle Trocknungsgeräte, die von Trocknungsfirmen dazu eingesetzt werden, um verschimmelte Bereiche vollständig von Feuchtigkeit zu befreien. Diese Maßnahme kommt zum Beispiel bei Böden zum Einsatz, welche von einem Wasserschaden betroffen sind. Einfacher Verbundestrich kann nach einem Wasserschaden in der Regel zuverlässig getrocknet werden. Handelt es sich dagegen aber um einen wärmegedämmten Fußboden im Keller, kann das Wasser zwischen Trittschalldämmung und Bodenplatte (siehe auch Rohrbruch unter der Bodenplatte) meist nicht abfließen. Hier kommt man dann leider meist nicht um eine Sanierung herum (Kellersanierung Firmen), da eine Trocknung in solchen Fällen oft nicht erfolgreich ist.

Hierfür muss der Estrich an mehreren Stellen durch Bohrungen geöffnet werden, so dass heiße Luft hineinströmen und das Wasser verdunsten lassen kann. Die feuchte Luft wird im Anschluss über die Fugen herausgeblasen. Danach wird der Raumluft wiederum das Wasser mit sogenannten Kondensattrocknern entzogen. Wichtig: Damit die Trocknung möglichst erfolgreich verläuft, sollten die Räume unbedingt geschlossen werden, um das Luftvolumen in Grenzen zu halten. Danach empfehlen sich weitere Methoden zur Vorbeugung, wie zum Beispiel der Einbau eines speziellen Estrichfugensystems, welches diffusionsoffen ist und Schimmelpartikel aus dem Unterboden stoppt.

Lösungen zur Prävention eines Schimmelbefalls

Nachdem ein Befall mit Schimmel erfolgreich von einem Experten im Rahmen der Schimmelpilzsanierung beseitigt worden ist, ist es ratsam, entsprechende Lösungen zur Vorbeugung zu ergreifen. Das kann zum Beispiel das Auftragen eines speziellen Anti-Schimmel-Putzes sein. Auch spezielle Schimmelfarbe kann dabei helfen, eine erneute Ansiedlung des Pilzes zu verhindern. Der Anti-Schimmel-Putz wird dabei in einer Dicke von etwa 3 cm aufgetragen und ist diffusionsoffen. Das bedeutet, dass er sowohl als Dämmung fungiert als auch Feuchtigkeit zuverlässig speichern kann.

Eine weitere Option ist die Montage spezieller Schimmelsanierplatten, wie beispielsweise Platten aus Calciumsilikat. Diese zeichnen sich durch ein leichtes Gewicht und eine hohe Saugkraft auf. Sie sind dazu in der Lage, Feuchtigkeit in sich aufzunehmen und sie später wieder an den Raum abzugeben. Der Vorteil: Ihre Oberfläche wird dabei nicht feucht, somit hat auch die Bildung von Schimmel keine Chance.

Schimmelpilz­sanierungs­leitfaden: So finden Sie die richtige Fachfirma

Zeigt sich im Bad, dem Schlafzimmer oder im Keller Schimmel, sollte in keinem Fall Zeit verloren werden. Die Arbeitsschritte einer Schimmelpilzsanierung ist nichts für Laien – Hobby-Heimwerker sollten demzufolge auch keine Trocknung durchführen, sondern eine Fachkraft für Schimmelsanierung mit entsprechendem Sachkundenachweis kontaktieren. Es gibt zahlreiche Fachbetriebe, die sich auf entsprechende Maßnahmen spezialisiert haben und genau wissen, wie dabei richtig vorzugehen ist – dies gilt sowohl für Mieter als auch für Hausbesitzer, wenn es sich um einen größeren Befall mit Schimmelpilzen handelt. Nehmen Sie noch heute Kontakt zur Deutschen Schadenshilfe auf und lassen Sie sich unterstützen – wir vermitteln Ihnen die richtigen Sanierungsexperten!

Weiterführende Quellen und Ressourcen:

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