Wenn nach einem Wasserschaden eine Leckageortung nötig wird…

Ein Wasserschaden in Haus oder Wohnung kann Sie als Betroffener schnell mehrere Tausend Euro kosten. Denn mit dem bloßen Abpumpen oder Absaugen des Wassers ist es in aller Regel nicht getan. Das Mauerwerk des Gebäudes nimmt die Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf. Darunter leidet nicht nur die Statik – innerhalb kürzester Zeit können sich auch Pilzkulturen und Schimmelbakterien ansiedeln. Dadurch nisten sich nicht nur üble Gerüche im Mauerwerk ein – auch die gesundheitliche Gefahr für Sie als Bewohner ist nicht zu unterschätzen.

Damit eine gründliche Entfeuchtung und Trocknung begonnen werden kann, ist es unumgänglich, den Feuchtigkeitsschaden möglichst schnell zu erkennen und seine Ursache zu finden. Hier kommt die sogenannte Leckageortung ins Spiel, mit deren Hilfe sich verdeckte Wasserschäden schnell und effizient lokalisieren lassen. Am besten lassen Sie die Lecksuche von einer professionellen Leckortungsfirma durchführen, die sich mit Wasserschadenortung auskennt.

Wasserschäden orten: Punktgenau und zerstörungsfrei

Auf den ersten Blick ist es nur selten möglich, Wasserschäden zu finden. Denn es kommen sowohl wasserführende Leitungen als auch undichte Stellen an der Gebäudehülle in Frage. Mit Hilfe moderner Verfahren und hochwertiger Leckortungsgeräte können erfahrene Handwerker einer Leckortungsfirma undichte Stellen schnell, punktgenau und zerstörungsfrei lokalisieren, ohne dass für die Wasserschadenortung das Mauerwerk freigelegt werden muss. Dadurch reduzieren sich die Dauer und die Kosten einer Lecksuche um ein Vielfaches.

Um Ursachen zu finden und Wasserschäden zu orten, wird grundsätzlich nach dem Ausschlussprinzip vorgegangen. Sämtliche Bauteile und Wasserleitungen werden überprüft, bis das Problem identifiziert ist. Hierbei werden je nach individuellem Schadensfall und örtlichen Gegebenheiten unterschiedliche Verfahren angewendet. Zerstörungsfreie Leckageortungsverfahren eignen sich vor allem dafür, Lecks an Wasserleitungen, an Heizungen und an Abflussleitungen zu finden. Wird der Schaden allerdings in einem baulichen Mangel vermutet, ist in den meisten Fällen eine umfassende Gebäudeuntersuchung erforderlich.

Die erste Feuchtemessung

Die Verfahren, die zum Einsatz kommen, um Wasserschäden zu finden, sind vielfältig. Für gewöhnlich ist der erste Schritt einer Leckortung die Feuchtemessung. Mit ihrer Hilfe kann die beauftragte Leckortungsfirma den Schaden im Vorfeld dokumentieren und den Suchradius eingrenzen. Das ist vor allem aus dem Grund sinnvoll, weil die meisten Versicherungen heutzutage eine genaue Dokumentation des Schadens fordern. Für die Feuchtemessung können verschiedene Verfahren Anwendung finden.

Leckageortung, Wasserschadenortung, Leckortung - hier Feuchtemessung der Wand (© Karin & Uwe Annas - stock.adobe.com)

Die Feuchtigkeitsmessung der Wand ist ein Schritt professioneller Wasserschadenortung / Leckortung. Doch der Werkzeuge der Lecksuche und Methoden der Leckageortung gibt es viele. (© Andrey Popov – stock.adobe.com)

Die Verfahren der Feuchtigkeitsmessung im Überblick:

  • Widerstandsverfahren
  • Dielektrisches/kapazitives Messverfahren
  • Hygrometrische Messung

Beim Widerstandsverfahren werden zwei Elektroden in die Bausubstanz eingebracht, die überprüft werden soll. Anschließend wird Prüfstrom durch das Material geleitet, der Aufschluss über den Feuchtigkeitsgehalt des Mauerwerks gibt. Je besser der Strom geleitet wird, desto feuchter ist auch die Bausubstanz. Vor allem weiche Materialien wie Gips, Holz, Putz und Estrich können so sehr einfach überprüft werden.

Beim dielektrischen beziehungsweise kapazitiven Messverfahren wird eine Kugelsonde an das Messgerät angeschlossen, die ein elektrisches Feld erzeugt. Dieses elektrische Feld dehnt sich auf das Material aus, das überprüft werden soll. Dadurch kann der Feuchtigkeitsgehalt präzise bestimmt werden.

Bei der hygrometrischen Messung zu guter Letzt wird das Leck in einem Spalt oder Hohlraum vermutet. Für die Messung wird dort ein Sensor platziert. So kann die relative Luftfeuchte gemessen werden.

Wasserschadenortung: Die genaue Lecksuche

Die Ursachen für einen Wasserschaden können vielfältig sein. Bei wasserführenden Leitungen reicht schon ein winziger Riss, um enorme Schäden anzurichten. Im Anschluss an die erste Feuchtemessung werden erfahrene Handwerker einer Leckortungsfirma daher alles daran setzen, im Rahmen einer genauen Leckortung schnellstmöglich die Ursache zu finden. Auch hier können bei der Wasserschadenortung wieder verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen.

Die Verfahren einer Leckortungsfirma im Überblick:

  • Leitungssuche
  • Elektroakustische Ortung der Leckagegeräusche
  • Druckprobe
  • Ultraschallortung
  • Tracergasmethode
  • Korrelation
  • UVA-Strahlung
  • Nebel- und Rauchgasverfahren
  • Impulsstrommessung
  • Thermografie
  • Radiometrische Feuchtemessung
  • Endoskopie
Greift man für die Lecksuche auf eine professionelle Leckortungsfirma zurück, bringen die so allerlei Werkzeuge für die Ortung der Ursache des Wasserschadens mit ... (© Eugen Thome - stock.adobe.com)

Greift man für die Lecksuche auf eine professionelle Leckortungsfirma zurück, bringen die so allerlei Werkzeuge für die Ortung der Ursache des Wasserschadens mit … (© Eugen Thome – stock.adobe.com)

Die obige Reihenfolge entspricht im Wesentlichen dem praktischen Ablauf einer Leckageortung. Im Rahmen der Leitungssuche werden Wasserleitungen, Heizungs Rohre und Abflussleitungen in Verlauf und Verlegetiefe lokalisiert, um die Ursache des Lecks zu finden. So kann die Lecksuche effizient eingegrenzt werden. Bei der elektroakustischen Ortung der Leckagegeräusche werden die Leitungen mit einem Bodenmikrofon abgehorcht, um so Schwingungen im Boden zu erkennen. Eine Druckprobe findet Anwendung, um den Druck in einzelnen Leitungen, so beispielsweise bei wasserführenden Leitungen, zu überprüfen. Bleibt der Druck konstant, ist die Leitung dicht – wenn nicht, ist ein Leck vorhanden. Bei der Ultraschallortung kommen empfindliche Leckortungsgeräte zum Einsatz, die Ultraschallwellen über Kopfhörer in hörbare akustische Signale verwandeln. Beispielhaft zu sehen ist dieses Verfahren zur Leckortung in folgendem YouTube-Video.

  • Die Tracergasmethode basiert auf dem Einsatz von speziellem Tracergas, das eine zerstörungsfreie Leckageortung ermöglicht. Das Gas wird anstelle von Wasser in die Wasserleitung, das Heizungsrohr oder die Abflussleitung geleitet. Tritt es an anderer Stelle wieder aus, liegt ein Leck vor.
  • Die Korrelation ist ein computergestütztes Verfahren, um Wasserschäden zu orten. Im Rahmen einer Lecksuche mit Hilfe von UVA-Strahlen werden spezielle Markierungsfarbstoffe eingesetzt, die unter UV-Licht deutlich sichtbar werden. So können undichte Stellen, so beispielsweise bei wasserführenden Leitungen, effizient aufgezeigt werden.
  • Beim Nebel- und Rauchgasverfahren wird mit Hilfe eines Generators künstlicher Rauch erzeugt, der in Hohlräume und Rohrleitungsnetze geleitet werden kann, um Wasserschäden zu finden.
  • Die Impulsstrommessung eignet sich vor allem für die Leckortung auf Balkonen, Flachdächern und Dachterrassen.
  • Im Rahmen einer Thermografie lassen sich mit Hilfe einer Infrarotkamera Lecks an Heizungs und Warmwasser Leitungen erkennen.
  • Die radiometrische Feuchtemessung kommt dann zum Einsatz, wenn eine Aussage über den Wassergehalt des Baustoffs benötigt wird.
  • Die Endoskopie zu guter Letzt eignet sich, um Hohlräume zu inspizieren. Hierbei wird ein Endoskop zur Leckortung durch ein kleines Bohrloch in Wand- oder Bodenschächte eingeführt.

Wasserschäden finden: Schnelle und effiziente Lecksuche durch eine Leckortungsfirma

So zahlreich und vielfältig die Verfahren zur Leckageortung sind, so viel Zeit und Geld kann sie auch in Anspruch nehmen. Nicht selten werden Pauschalen zwischen 200 und 350 Euro für die Lecksuche abgerechnet – von den Materialkosten und Anfahrtspauschalen, die noch hinzukommen können, einmal ganz zu schweigen.

Je nachdem, wo sich das Leck befindet und wie versteckt es ist, kann eine Lecksuche / Wasserschadenortung ein paar Stunden oder sogar mehrere Tage dauern. Dennoch ist es unumgänglich, eine professionelle Leckortungsfirma mit der Leckortung zu beauftragen, denn sie ist darauf bedacht, den Schaden möglichst gering zu halten. Auf Basis modernster Technologien können die Kosten, die Folgearbeiten und der Zeitaufwand stark minimiert werden.

Die Kosten selbst werden in aller Regel von der Gebäudeversicherung getragen, sofern die Ursache des Wasserschadens versichert ist (siehe z.B. Leitungswasserschaden in der Wohngebäudeversicherung). Dabei ist zu beachten, dass der Wasserschaden der Versicherung sofort gemeldet werden muss – am besten schon mal telefonisch über eine Schadenhotline. Zusätzlich muss in den meisten Fällen eine schriftliche Meldung erfolgen (siehe auch Gebäudeversicherung Schaden melden), in der die mögliche Schadenursache und das Schadenausmaß beschrieben werden.

Auch Fotos oder Videos sind empfehlenswert, um die eigenen Ansprüche bei der Versicherung geltend zu machen. Am einfachsten ist es, die Abwicklung mit der Versicherung direkt von der beauftragten Leckortungsfirma durchführen zu lassen. Wird ein Gutachter (Gutachter für Hausrat-Schäden, Sachverständiger für Gebäudeschäden) benötigt, so wird er in aller Regel direkt von der Versicherung beauftragt und bezahlt. Wer dagegen einen eigenen Gutachter beauftragt, muss auch selbst für die entstandenen Kosten aufkommen.

Wasserschäden lokalisieren, erkennen, orten | Dass hier ein Wasserschaden vorliegt, erkennt jeder Laie. Doch wo kommt er her? - Zeit für eine professionelle Lecksuche durch eine Leckortungsfirma (© Fotoschlick - stock.adobe.com)

Wasserschäden lokalisieren, erkennen, orten | Dass hier ein Wasserschaden vorliegt, erkennt jeder Laie. Doch wo kommt er her? – Zeit für eine professionelle Lecksuche durch eine Leckortungsfirma (© Fotoschlick – stock.adobe.com)

Wasserschäden orten und Schadenregulierung mit der Versicherung: Professionell und zuverlässig

Insgesamt, so lässt sich abschließend festhalten, können Sie als Betroffener durch eine professionelle Leckortungsfirma eine Menge Zeit sparen. Denn dank ihrer Unterstützung müssen Sie sich bei all dem Stress insgesamt um weniger kümmern. Aber die Lecksuche ist nur ein Teil der ganzen Schaden-Geschichte. Bis ein Schaden vollständig geklärt, behoben und bezahlt ist, wartet so einiges auf Sie. Hier kann und will die Deutsche Schadenshilfe Ihr Unterstützter sein: 

  • von der Schadenmeldung gegenüber der Versicherung
  • von der Klärung der Gutachter-Tätigkeiten, Sachverständigen-Gutachten etc.
  • Einholen von Freigaben der Versicherungsgesellschaft zur Schadensanierung
  • Recherchieren und Beauftragen passender Sanierungsdienstleister
  • Steuerung der beteiligten Handwerker und Sanierungsfirmen
  • Abrechnung und Bezahlung im Zusammenspiel mit den beteiligten Versicherungen.

Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt mit uns auf. Als Schadenhilfeanbieter setzen wir Ihre Rechte erfolgreich bei der Versicherung durch. Ferner können Sie sich darauf verlassen, dass erfahrene Handwerker für Sie das Leck lokalisieren und die Sanierung, Instandsetzung und Schadenbeseitigung vornehmen. Im Rahmen unserer professionellen Rundumbetreuung übernehmen wir die komplette Abwicklung – von der Leckageortung mit Hilfe spezieller Leckortungsgeräte bis hin zur Erledigung aller nötigen Schritte mit Ihrer Versicherung. Wenden Sie sich im Falle eines Wasserschadens daher am besten noch heute an unser Team!

Leckageortung, Wasserschadenortung, Leckortung - hier Feuchtemessung der Wand (© Karin & Uwe Annas - stock.adobe.com)

Leckageortung, Wasserschadenortung, Leckortung – hier Feuchtemessung der Wand (© Karin & Uwe Annas – stock.adobe.com)