Feuchte Wand trocknen mit Heizstrahler?2021-10-14T16:30:39+02:00
  • Feuchte Wand trocknen - Heizstrahler? (© makasana photo / stock.adobe.com)
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Feuchte Wand mit Heizstrahler trocknen – darauf kommt es an!

Feuchte Luft und Mauern erhöhen das Risiko eines Schimmelbefalls. Damit es nicht soweit kommt, ist ab einem bestimmten Feuchtigkeitsniveau eine Entfeuchtung und Wandtrocknung nötig. Der erste Gedanke, der vielen Betroffenen kommt, ist der Einsatz eines Heizstrahlers. Doch lassen sich mit Heizstrahlern Mauern trockenlegen?! – In diesem Artikel erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt. Und gut zu wissen: Die Deutsche Schadenshilfe kann Sie als Experte für den Umgang mit Wasserschäden professionell unterstützen. Ein Experten-Netzwerk aus Gutachtern (Sachverständigen), Handwerks- und Sanierungsbetrieben sowie Fachanwälten für Sachversicherungsrecht steht zu Ihrer Verfügung, um Schäden schnell und kompetent beheben und ggf. von zuständigen Versicherungen erstatten zu lassen. – Nehmen Sie jetzt Kontakt auf!

Feuchte Wände – so gelingt die richtige Entfeuchtung

Eine hohe Luftfeuchtigkeit in Mauern und an Innenwänden begünstigt die Bildung von schädlichem Schimmel (vgl. auch: grüner Schimmel an Wand). Wer in solchen Fällen die Wandtrocknung vernachlässigt, riskiert Schäden an Mauern und Wänden, d. h. die gesamte Bausubstanz wird gefährdet. Zusätzlich kann der Befall mit Schimmel das Gesundheitsrisiko erhöhen.

Um all dem zu entgehen, lohnt es sich also, wenn Sie Wände trocken legen und ggf. mit Sachverständigen für Bauschäden sprechen – wir vermitteln Ihnen bei Bedarf gerne entsprechende Dienstleister.

  • Wie trocknen feuchte Wände nun konkret, damit gar nicht erst Schimmel entsteht?
  • Wie können Sie effektiv Folgeschäden von einem Wasserschaden verhindern (vgl. Feuchteschaden Wand)?

Das beantworten die folgenden Abschnitte.

Trocknung: Wie teste ich ob die Wand feucht ist?

Das Problem der erhöhten Feuchtigkeit in Innenräumen kann von unterschiedlichen Ursachen abhängen. Ein Wasserschaden bspw. kann die Mauern durchdringen und sich an Innenwänden durch Ränder oder sogar Nässe bemerkbar machen (siehe: Wasserflecken von der Wand entfernen).

Dabei können die Gründe für einen Wasserschaden an der Wand vielfältig ausfallen. Probleme mit Heizungsanlagen oder mit Wasserrohren können innerhalb der Mauern zu einer überhöhten Feuchte führen (siehe auch: Heizkörperventil undicht). Zusätzlich kann ungenügendes oder falsches Lüften und Heizen ebenfalls Schimmel begünstigen, da sich dadurch verstärkt eine überhöhte Luftfeuchtigkeit bildet.

Wie lässt sich feststellen, dass die Wand tatsächlich zu feucht ist? In erster Linie gilt die Sicht- und Tastprobe: Kondenswasser (z. B. am Fensterrahmen) lässt sich leicht mit bloßem Auge ausmachen. Ein Abtasten der Wand zeigt ggf. fühlbare Feuchtigkeit – auch eine außergewöhnlich kalte Wand kann auf erhöhte Feuchte hinweisen.

Im Handel sind zudem für wenig Geld spezielle Messgeräte erhältlich (sogenannte Hygrometer), mit denen sich eine gesteigerte Raumfeuchte messen lässt. Sie zeigen in Prozent den Anteil der Feuchtigkeit in einem Raum an. Dabei funktionieren sie überwiegend lokal begrenzt, ihre Zuverlässigkeit ist daher auf einen gewissen Radius beschränkt (siehe Feuchtigkeitsmessung). – Was bedeuten die Messwerte? Idealerweise liegt die Raumfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent. Liegt sie über 60 Prozent, kann die Luft bereits zu feucht sein. In allgemein feuchteren Zimmern, wie dem Bad oder die Küche, sollte die Feuchte 70 Prozent besser nicht übersteigen, um Schimmel zu vermeiden. Bei Werten unter 40 Prozent droht eine zu trockene Luft. „Übertrocknung“ kann hierbei ein Problem darstellen.

Ein weiterer Test besteht darin, ein Stück Folie (z. B. in DIN A4 Blattgröße) mit Klebeband an die Wand anzubringen, sodass darunter ein luftdichter Bereich entsteht. Sobald sich Kondenswasser zwischen Wand und Folie bildet, ist die Mauer feucht. Dann besteht eindeutiger Handlungsbedarf zur Mauertrocknung.

Wie schnell trocknen feuchte Wände?

Wie lange dauert es bis eine Wand trocken ist? – Die Zeit für die Trocknung ist generell abhängig von der Ursache. Zudem spielt die Bausubstanz eine wichtige Rolle bei der Bautrocknung. Daher gilt es in erster Linie, Ursachenforschung zu betreiben. Woher kommt die Feuchte und welche Maßnahmen sind darauf basierend zu ergreifen?

Heraufziehende Nässe vom Erdreich und dem Keller heraus erfordert andere Trocknungsmethoden als eine Luftfeuchte durch falsches Verhalten beim Heizen oder Lüften (vgl. Feuchtigkeit in der Wand beseitigen). Ebenso kann eindringende Nässe durch eine defekte Heizungsanlage oder einem Wasserschaden andere Maßnahmen zur Trocknung der Mauern erfordern. Im Allgemeinen dauert die Mauertrocknung bei Rohbauten oder Neubauten länger als eine oberflächliche Wandtrocknung.

Ein Rohbau, der zunächst noch der Witterung und den verschiedenen Maurermaterialien (wie Mörtel und dergleichen) ausgesetzt ist, muss im Regelfall mehrere Monate durchtrocknen. In einigen Fällen kann die Entfeuchtung auch mehrere Heizperioden umfassen.

Anders ist die Sachlage bei oberflächlichen Schäden. Hier können häufig einfache Mittel zum Trockenlegen der Wände helfen. Dabei kann das Mauern trockenlegen je nach gewählter Trocknungsmethode einige Tage, Wochen oder in schlimmeren Fällen Monate beanspruchen. Ein sogenannter Schadengutachter kann helfen, die Situation angemessen zu bewerten. Wir unterstützen Sie gerne und vermitteln Ihnen auf Wunsch einen Sachverständigen für Versicherungsschäden.

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Wie bekomme ich eine Wand trocken?

Eine Bautrocknung bei z. B. Neubauten lässt sich mit der passenden Trocknungsmethode erwirken. Dabei können Heizstrahler hilfreich sein. Aber auch eine moderne Infrarotheizung wirkt unterstützend, um Wände zu trocknen. Grundsätzlich besteht der erste Schritt zur Trocknung einer Wand darin, die Ursache zu bekämpfen.

Bei Innenwänden können bspw. auch Bohrlöcher ein Eintrittspunkt für Feuchtigkeit und damit für Schimmel darstellen. Sie gilt es demnach zu verschließen, bevor ein Wasserschaden beseitigt wird. Ein Fachmann kann hierbei die nötigen Kompetenzen mitbringen, um das Problem zügig und wirksam zu lösen.

Ist die Wand bereits durchfeuchtet können bspw. die folgenden Hilfsmittel zur zügigen Entfeuchtung beitragen:

  • Heizstrahler und Heizplatten
  • Bautrockner und Kondenstrockner
  • elektronische Luftentfeuchter
  • Entfeuchtergranulat
  • korrektes Heizen und Lüften (z. B. mithilfe von Lüftungsanlagen)
  • bei schweren Schäden: Feuchte Wände sanieren

Speziell der Einsatz von Heizplatten kann helfen, wenn ein Wasserschaden auftrat. Ein solcher Feuchtschaden, der z. B. von einem Wasserrohrbruch stammen kann, lässt sich gut mit Heizstrahlern beheben. Hierbei wird die Wand erwärmt, wodurch die Feuchtigkeit verdunstet. Generell gilt es beim Entfeuchten, die Mauern zu erwärmen, um das Verdunsten des Wassers an der Oberfläche zu ermöglichen. Die Kombination von Kondenstrocknern mit Heizlüftern ist eine gängige Möglichkeit, um Mauern trockenzulegen. Allerdings lässt sich dies zielgerichteter erreichen, wenn auf Infrarotplatten bzw. Heizplatten zurückgegriffen wird. Wir vermitteln Ihnen gerne erfahrene Dienstleister mit der entsprechenden Ausrüstung.

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Im Gegensatz dazu sind elektronische Luftentfeuchter und entsprechendes Granulat eher für den Heimgebrauch gedacht. Für Fälle, in denen die Luftfeuchtigkeit das Problem darstellt, können diese Methoden bereits ausreichen. Die Entfeuchtung der Wände lässt sich über die Luft gut regulieren. Jedoch kommt es zugleich darauf an, korrekt zu heizen und zu lüften. Die beliebte Kippstellung der Fenster ist hierbei wenig empfehlenswert. Stattdessen sollte mehrmals täglich das Stoßlüften praktiziert werden, um in kürzerer Zeit mehr Luft austauschen zu können.

In schweren Schadensfällen, bei denen die Bausubstanz durch die Feuchtigkeit geschädigt ist, bietet sich letztlich nur eine umfangreiche Sanierung des Hauses an. Das kann bspw. eine Erneuerung der Dämmung oder einen Austausch von Fenstern beinhalten. In jedem Fall lohnt es sich, die Schwachstellen bei eindringender Feuchtigkeit auszumachen und zu stärken. Es sind für Schimmel Gutachter engagierbar, die sich die Schäden ansehen und entsprechende Vorschläge zur raschen Beseitigung (siehe Schimmelsanierung) einbringen können. Wir können Ihnen gerne entsprechende Sachverständige vermitteln (siehe auch Schimmel Fachmann Kosten). Aber was kostet eine Entfeuchtung überhaupt?

Was kostet es eine Wand trocken zu legen?

Die Kostenspanne zum Trockenlegen einer Wand oder ganzer Mauern und Gebäude können stark variieren (siehe den Artikel Wasserschäden trocknen). Es kommt in jedem Fall auf das Ausmaß der Schäden an. Die Preise für Messgeräte für den Privatgebrauch liegen im Regelfall bei ungefähr 20 Euro. Zusätzlich können hochwertige Geräte erworben werden, die deutlich kostspieliger sind.

Sofern Sie lediglich die Fensterdichtungen austauschen müssen, weil sie kaputt (vgl. kaputtes Fenster) und spröde sind, reicht die Preisspanne von etwa 10 Euro für das Material bis zum dreistelligen Kostenfaktor, wenn professionelle Handwerker den Austausch vornehmen. Umfangreiche Sanierungen und Erneuerungen, wie z. B. die Dacherneuerung oder den Keller neu abzudichten, können deutlich kostspieliger sein (vgl. Abdichtungen gegen drückendes Wasser). Solche Sanierungsmaßnahmen beanspruchen häufig einen vier- bis fünfstelligen Betrag.

Fazit – gesundes Raumklima durch effiziente Entfeuchtung

Das Trockenlegen einer Mauer ist ein wichtiger Schritt, um Schimmel zu verhindern. Zusätzlich ist die Bautrocknung mit verschiedenen Trocknungsmethoden machbar. Es eignen sich bspw. Heizstrahler oder eine Infrarotheizung für diesen Zweck. Leichter ist es, wenn lediglich eine zu hohe Luftfeuchtigkeit aufgrund falscher Verhaltensweisen Schuld am Schaden im Mauerwerk sind. Hier können bereits einfache Hygrometer anzeigen, wie feucht ein Raum ist.

Zusätzlich helfen Lüftungsanlagen und Luftentfeuchter beim Herstellen eines gesunden Raumklimas. In jedem Fall ist bei der Bautrocknung darauf zu achten, eine Übertrocknung zu vermeiden. Gleichzeitig können die Infrarotheizung sowie Heizstrahler helfen, die Entfeuchtung zu beschleunigen. Wir können Sie gerne unterstützen und kompetente Ansprechpartner im Schadensfall vermitteln.

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