Sanierung & Renovierung – Wir vermitteln die besten Firmen!

Sanierung und Renovierung bezeichnet nicht dasselbe. Worin liegen die Unterschiede? Und was passiert bei einer Modernisierung? – In diesem Artikel erhalten Sie relevante Informationen über die Begriffe. Außerdem können Sie auf uns vertrauen: Wir von der Deutschen Schadenshilfe vermitteln Ihnen bei Bedarf die besten Dienstleister für Ihre Immobilie.

Fachexperte Jens Hoffmann |
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Inhaltsverzeichnis

Renovierungsarbeiten aus einer Hand: Definition einer Sanierung oder Renovierung

Modernisierung, Sanierung und Renovierung – was sind die Unterschiede? Immer wieder sind Hausbesitzer und Mieter mit dieser Frage konfrontiert. Die Begriffe werden von Laien oft synonym gebraucht. Dabei unterscheiden sie sich deutlich voneinander. Sie sind ebenso verschieden wie die einzelnen Bereiche eines Hauses. Die Definitionen können im Groben wie folgt eingeteilt werden:

  • Renovierung: oberflächliche Schönheitsreparaturen
  • Modernisierung: Komponenten eines Gebäudes auf den aktuellen Stand bringen, d. h., sie erneuern
  • Sanierung: tiefgehende Reparatur und ggf. Erneuerung, die die zugrunde liegende Bausubstanz betreffen

Sämtliche Maßnahmen, die zu den Begriffen gehören, sind nachstehend genauer erläutert.

Sie sind von einem Wasserschaden oder Brandschaden betroffen? Gerne vermitteln wir Ihnen fachkundige und erfahrene Dienstleister oder Gutachter.

Was zählt alles zum Sanieren?

Viele sind verunsichert und fragen: Was gilt als Sanierung? In einer Immobilie können diverse Teile sanierungsbedürftig werden. Der Einfluss der Zeit kann ebenso dazu führen wie direkte Schäden am und im Gebäude. Dabei können die nötigen Sanierungsmaßnahmen vom Keller bis zum Dach reichen. Eine Kernsanierung bspw. umfasst Sanierungsarbeiten, bei denen die Bausubstanz bis auf die Grundmauern entfernt und erneuert wird. Solch umfassenden Arbeiten sind ebenso unter dem Begriff Grundsanierung oder Komplettsanierung geläufig (siehe Komplettsanierung Haus).

Ein Schadensfall, der die Bausubstanz signifikant beeinträchtigt, kann eine spezielle Sanierung der Immobilie erfordern. Ein Schimmelpilzbefall kann zum Beispiel zu einem enormen Problem werden, wenn Betroffene ihn nicht frühzeitig erkennen und die Ursache beheben. Breitet sich der Schimmelpilz bis ins Mauerwerk aus, kann eine Schimmelpilzsanierung nötig sein. Einen erfahrenen Schimmelexperten oder Gutachter können wir Ihnen ggf. vermitteln, um passende Sanierungsarbeiten einzuleiten (siehe auch: Sanierungsberatung).

Zusätzliche Schwierigkeiten können zum Beispiel durch einen Wasserschaden auftreten. Eine Erneuerung und damit eine Rohrsanierung kann insbesondere nach einem Rohrbruch notwendig sein. Nicht zuletzt kann eine Kellersanierung helfen, eindringende Nässe und Feuchtigkeit langfristig zu bekämpfen. Ein Brandschaden kann neben Wasserschäden ebenfalls zu Sanierungen der Immobilie führen.

Renovierung: Aus alt mach' neu! (© hanohiki / stock.adobe.com)
Renovierung: Aus alt mach‘ neu! (© hanohiki / stock.adobe.com)

Was gilt als Renovierung?

Eine Renovierung kann aus verschiedenen Gründen erforderlich sein. Meistens legt ein Mietvertrag fest, welche dieser Schönheitsreparaturen vom Mieter in bestimmten zeitlichen Distanzen auszuführen sind. Das Anbringen einer neuen Tapete an die Wand gilt dabei als typischer Klassiker der Renovierungsmaßnahmen. Das Ziel der Verschönerungen liegt vielmehr darin, die Immobilie in einem ursprünglichen, aber visuell ansprechenden Zustand zu bewahren. Deswegen zählen Renovierungsarbeiten auch als optische Maßnahmen. Sie verändern lediglich den äußeren Schein eines Gebäudes bzw. Wohnraums.

Die erwähnte Tapete an der Wand kann eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Das Streichen oder Verputzen von Zimmerwänden zwar ebenfalls. Jedoch kann ebenso ein oberflächlicher Schadensfall das Renovieren nötig machen. Weist die Wand z. B. erste Stockflecken aufgrund von einer zu hohen Feuchtigkeit auf, kann eine Renovierung ggf. optisch helfen (vgl. Wasserflecken an Decke entfernen). Die Ursache muss natürlich dennoch behoben werden, wenn das Problem nicht erneut auftreten soll.

Vorsicht ist geboten, sobald die Schäden tiefer in die Bausubstanz eingedrungen sind. Gleiches gilt im Übrigen bei einem Brandschaden. Bei Ruß an der Oberfläche oder Rauchspuren, kann eine gründliche Aufarbeitung beitragen, den vorherigen Zustand wiederherzustellen oder zu verbessern (vgl. Geruchsneutralisierung nach Brand, Brandrückstände beseitigen, Rußentfernung von Wänden). Maßnahmen, die mit einer Renovierung einhergehen, sind zusammengefasst die folgenden (vgl. Wohnung renovieren):

  • tapezieren
  • Wände streichen oder neu verputzen
  • Teppiche oder andere Bodenbeläge verlegen

Welche Maßnahmen zur Modernisierung gibt es?

Ob eine Sanierung oder Renovierung nötig ist, kann vom technischen Stand abhängen. Ist die technische Ausstattung veraltet oder ineffizient ist u. U. eine Modernisierung fällig. Sie widmet sich vorrangig den „in die Jahre gekommenen“ Elementen eines Hauses. Hierbei gilt es, die alten Bestandteile durch modernere (im Regelfall bessere) zu ersetzen.

Typische Modernisierungsmaßnahmen betreffen oft die Energieeffizienz eines Hauses. Nachhaltigkeit und Effizienz spielen mit dem Blick auf die Zukunft eine wesentliche Rolle. Das kann sich auf die Modernisierung von Altbauten auswirken. Hierbei wird der Fokus hauptsächlich auf eine geeignete Wärmedämmung und energieeffizientere Materialien gelegt. Teilweise können Förderprogramme solche Modernisierungsmaßnahmen auch unterstützen. Wir helfen Ihnen gerne durch die Vermittlung von sachkundigen Dienstleistern.

Eine Modernisierung kann zudem den Wert eines Gebäudes nachhaltig steigern, sodass die Immobilie attraktiver auf dem Markt erscheint. Das gelingt bspw., indem die Fenster und Türen erneuert werden oder die Fassade eine neue Dämmung erhält. Auch das Dach kann rundum überholt und auf einen aktuelleren Stand der Technik gebracht werden. Gleiches gilt für veraltete Heizsysteme. Deren Erneuerung wirkt sich für Bewohnende letztlich auf die Heizkosten aus, weil die modernen Anlagen energieeffizienter arbeiten.

Kosten für Schönheitsreparaturen und mehr: Wo ergeben sich Unterschiede?

Nach einem Schadensfall spielt die Schadensversicherung eine immense Rolle. Sie kann dabei helfen, entstandene Schäden finanziell besser zu bewältigen. Dafür ist aber der Versicherungsvertrag entscheidend. Dieser Vertrag enthält die konkreten Angaben darüber, welche Leistungen die jeweilige Versicherung übernehmen kann – und welche nicht. Ob eine Modernisierung, Sanierung oder Renovierung fällig ist, kann damit einen deutlichen Unterschied ausmachen in puncto Leistungserbringung.

Nach Schäden kommen vorrangig drei mögliche Versicherer zum Einsatz:

  • Hausratversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Gebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung kommt oft zum Tragen, wenn es sich um Schäden an der Bausubstanz handelt. Aber auch hier ist der Vertrag wesentliches Kriterium. Liegt bspw. eine Überschwemmung aufgrund einer Hochwasserkatastrophe vor, sind etliche Hausbesitzer nicht ausreichend versichert (vgl. Hochwasserschaden: Wer zahlt? und den Artikel Hochwasser: Versicherung zahlt nicht?). Naturkatastrophen, zu denen ebenso ein Blitzschlag gehören kann, benötigen im Regelfall einen Zusatz: die Versicherung gegen Elementarschäden am Gebäude. Siehe Elementarschadensanierung.

Die Gebäudeversicherung deckt häufig Rohrbrüche innerhalb der Wände ab, die zu signifikanten Schädigungen geführt haben. Ein Brandfall durch die elektrischen Leitungen kann ebenso von solch einer Versicherung gedeckt werden – wenn der Vertrag entsprechende Klauseln enthält (siehe auch Elektrosanierung). Demnach kommt die Gebäudeversicherung hauptsächlich bei Sanierungsmaßnahmen zum Tragen. Siehe auch: Wer zahlt Renovierung bei Wasserschaden?

Eine Modernisierung, die nicht auf Schäden beruht, wird regulär von keiner Versicherung ohne Weiteres abgedeckt. Entscheiden sich Immobilienbesitzer freiwillig für eine Modernisierung der technischen Anlagen und anderen Bauelemente ist die Schadensversicherung nicht der passende Ansprechpartner. Bei Beschädigungen, die eine Renovierung zur Folge haben, kommt vorrangig die Hausrat- oder Haftpflichtversicherung zum Einsatz. Hier spielt es eine Rolle, was konkret beschädigt worden ist und wie die Schäden zustande kamen (Bsp.: Feuer durch eine umgefallene Kerze; Schimmel in der Wohnung durch falsches Lüften/Heizen).

Damit können die Begriffe durchaus einen Ausschlag geben, wenn es um Versicherungsleistungen nach einem Schaden geht. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Unterschiede zwischen den Schönheitsreparaturen, technischen Neuerungen und Sanierungsmaßnahmen zu kennen. Wir beraten Sie gerne und stellen auf Wunsch den Kontakt zu erfahrenen Versicherungsdienstleistern her. In Grenzfällen bzw. unklaren Streitfällen kann auch die Einschaltung eines Fachanwalts für Sachversicherungsrecht sinnvoll sein.

Sanierung, Renovierung, Modernisierung | Die Unterschiede in den Begrifflichkeiten sind auch wichtig, wenn es darum geht, was ein Versicherungsfall (Leistungsfall für Versicherungen) ist. (© Falko Matte / stock.adobe.com)
Sanierung, Renovierung, Modernisierung | Die Unterschiede in den Begrifflichkeiten sind auch wichtig, wenn es darum geht, was ein Versicherungsfall (Leistungsfall für Versicherungen) ist. (© Falko Matte / stock.adobe.com)

Fazit: Unterschiede zwischen den Maßnahmen am Haus nach Schäden

Modernisieren, Sanieren oder Renovieren? Viele Hausbesitzer und Mieter sind sich im Unklaren über die Unterschiede der Begriffe. Dieser Artikel hat erklärt, welche Bestandteile eines Hauses welche Maßnahmen benötigen können. Im Schadensfall kann das passende Versicherungsunternehmen außerdem finanziell bei der Kostendeckung helfen. Allerdings kommt es dabei auf die richtige Einordnung und den Versicherungsvertrag an. Wer klar benennen kann, wann ein Problem eher durch eine Sanierung statt einer Schönheitsreparatur gelöst werden kann, ist im Vorteil. Wir können Sie unterstützen und die besten Firmen vermitteln, damit Sie die Schäden am Haus kompetent behoben bekommen.

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Jens Hoffmann
Leiter Sachschaden

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